Andrew wollte Epstein feiern, nachdem er aus dem Knast kam
Kaum hatte Jeffrey Epstein seinen Hausarrest abgesessen, schmiedete er mit Ex-Prinz Andrew neue Pläne zwischen Frauen und Finanzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-Prinz Andrew freute sich im Juli 2010 über die zurückgewonnene Freiheit Epsteins.
- Die beiden Herren tauschten Mails und planten ein Treffen mit einer jungen Russin.
- Derweil gibt es auch neue Enthüllungen zu Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson.
- Die frühere Herzogin soll Epstein 2009 während seiner Haftstrafe besucht haben.
Bei diesen Enthüllungen dürfte Andrew Mountbatten-Windsor (66) noch weiter sinken als auf der Auto-Rückbank nach seiner Festnahme ... Denn schon wieder dreht sich alles um seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein (†66).
Im Juli 2009 wurde der Sexualstraftäter aus seiner 13-monatigen Haft entlassen. Anschliessend stand er ein Jahr lang unter Hausarrest in seiner Villa in Palm Beach (USA). Kaum war dieser überstanden, reagierte der Ex-Prinz mit grosser Erleichterung, wie neue Informationen des US-Justizministeriums ergeben.

In einer E-Mail, die am 24. Juli 2010 an Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson (66) geschickt wurde, schrieb Epstein: «Ich werde ab morgen in Paris sein.»
Die Antwort des damaligen Herzogs von York? «Herzlichen Glückwunsch! DS hat mir gesagt, dass Sie seit gestern wieder draussen sein dürfen. Wie lange waren Sie in Paris? Ich bin ab dem 16. wieder in London.» Wer oder was mit DS gemeint ist, ist nicht klar.
Regierungsgelder für Epstein?
Epstein schilderte seine ersten Pläne in Freiheit: «Ich bin komplett fertig, werde erstmal eine Weile in Paris sein. Danach geht’s auf die Ranch in New Mexico, hier gibt es so viele Möglichkeiten. Ich hatte den ganzen Tag ununterbrochen Meetings, und meine Freunde haben Geld im Überfluss und nichts zu tun.»

Von dieser Idee offenbar angetan, reagierte Andrew mit grosser Begeisterung: «Das sind wirklich, wirklich gute Neuigkeiten! Wenn du um den 16. herum in Paris bist, komme ich vorbei, um dir zu deinem neuen Lebensabschnitt zu gratulieren!»
Und auch der Ex-Prinz, der damals als britischer Handelsbeauftragter tätig war, hatte klare Absichten. «Was die Dinge angeht, die man tun kann, habe ich mit DS ein gutes Gehirn, um Dinge in Bewegung zu setzen. Sogar die Beschaffung von Regierungsgeldern in Höhe von bis zu jeweils drei Milliarden Pfund.»
Andrew wollte junge Russin treffen
Rund zwei Wochen später engagierte Epstein offenbar ein Treffen zwischen Andrew und einem 26-jährigen russischen Modell – «klug, schön, vertrauenswürdig». So kontaktierte der Sexualstraftäter den Lieblingssohn der Queen mit den Worten: «Ich habe einen Freund, mit dem du vielleicht gerne zu Abend essen würdest …»

Andrew schien von diesem Vorschlag nicht abgeneigt, er antwortete: «Selbstverständlich, ich bin noch bis zum Morgen des 22. in Genf, würde mich aber sehr freuen, sie zu sehen. Wird sie eine Nachricht von dir überbringen? Bitte gib ihr meine Kontaktdaten, damit sie sich mit mir in Verbindung setzen kann.»
Welche Konsequenzen dem Ex-Prinzen im Zuge dieser Enthüllungen drohen, ist unklar. Am 19. Februar wurde Andrew wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Wenige Stunden später wurde er freigelassen, die Ermittlungen laufen aber weiterhin.
Sollte es im Falle einer Anklage zu einer Verurteilung kommen, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
Fergie besuchte Epstein während Haftstrafe
Während Andrew um seine Zukunft bangt, steckt auch Ex-Frau Fergie im Zuge der veröffentlichten Epstein-Files tief im Schlagzeilen-Sumpf. Ihre Verbindungen zum Sexualstraftäter werden nun deutlicher – und werfen neue Fragen auf.
Laut der «Mail on Sunday» soll die Ex-Herzogin dem Finanzier im April 2009 einen Besuch abgestattet haben: Und das noch während seiner laufenden Haftstrafe.

Epstein war ein knappes Jahr zuvor wegen sexueller Vergehen an einer 14-Jährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Unter Aufsicht eines Beamten durfte er bis zu zwölf Stunden täglich in seinem Büro in Palm Beach arbeiten.
E-Mails sollen belegen, dass Fergie offenbar die Chance nutzte, um mit Epstein ins Gespräch zu kommen. Doch hinter dem Treffen steckten finanzielle Motive. Angeblich bat Ferguson Epstein um finanzielle Unterstützung, um ihr damaliges Geschäftsprojekt «Mothers Army» ins Rollen zu bringen.
«Weil du so ein toller Freund bist»
Nach dem Besuch erreichte Fergie eine E-Mail. Der Finanzier lobte darin offenbar ihr Aussehen, brachte aber auch Kritik hinsichtlich ihrer Projektunterlagen zum Ausdruck. Er habe alles gelesen, «zu viele Bilder … zu wenig Substanz».
Epstein erklärte Fergie deshalb, wie sie für ihr Business einen Sponsoringvertrag über zehn Millionen Pfund abschliessen könne. Als Empfehlung gab er offenbar an, prominente Frauen wie Michelle Obama (62) in den Deal einzubinden.
Diese Nachricht löste bei Sarah Ferguson Freudensprünge aus, die damalige Herzogin von York zeigte sich tief beeindruckt: «Mein lieber, grossartiger und besonderer Freund Jeffrey. Du bist eine Legende, und ich bin so stolz auf dich … weil du so ein toller Freund bist.»
Trotz seiner Haftstrafe soll Fergie für April ein zweites Treffen geplant haben. Wie weitere Mails zeigen sollen, kam dies jedoch nicht zustande.
















