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    «Ein Mädchen wird vermisst»: Heino Ferch ermittelt

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    Deutschland,

    Die Kommissar-Legende vom Niederrhein ermittelt wieder: Heino Ferch sucht als Chef-Ermittler Ingo Thiel ein 14-jähriges Mädchen. Der Fall erweist sich als harte Nuss.

    Ingo Thiel (Heino Ferch, r) und sein Kollege Winni (Ronald Kukulies, M) befragen die Schwimmtrainerin Lisa Fechner (Shadi Hedayati) zum Verbleib eines Mädchens. Foto: Frank Dicks/ZDF/arte/dpa
    Ingo Thiel (Heino Ferch, r) und sein Kollege Winni (Ronald Kukulies, M) befragen die Schwimmtrainerin Lisa Fechner (Shadi Hedayati) zum Verbleib eines Mädchens. Foto: Frank Dicks/ZDF/arte/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der «sture Hund» ist zurück, wortkarg und zäh wie gewohnt.

    Heino Ferch (58) spielt zum dritten Mal den Chef-Ermittler Ingo Thiel. Arte zeigt den Film «Ein Mädchen wird vermisst» am Freitag (17.9.) um 20.15 Uhr (online verfügbar bis 16. Oktober 2021).

    Im ersten Thiel-Film ging es um den Mord am zehnjährigen Mirko 2010 am Niederrhein, den der echte Thiel mit stoischer Akribie nach Monaten aufklären konnte.

    Der zweite Fall spielte in Duisburg und es ging um die Mafiamorde von 2007, bei denen nicht Thiel, sondern der Duisburger Heinz Sprenger, alias der «wahre Schimanski» als Ermittler das Sagen hatte.

    Auch der dritte Fall zeichnet - getreu dem angesagten True-Crime-Format, der Verfilmung echter Mordfälle - einen realen Mord nach, sagen die Macher, schweigen sich aber diesmal aus, wann und wo er stattgefunden hat. Aus «persönlichkeitsrechtlichen Gründen». Im Raum Mönchengladbach, wo der echte Thiel ermittelt, ist der Polizei ein solcher Fall nicht bekannt.

    Kraftwerke mit ihren Kühltürmen bilden jedenfalls die bedrückende Kulisse für die Verfilmung des Verbrechens in der niederrheinischen Provinz. Die 14-jährige Nele trainiert Synchronschwimmen - doch als ihre Mutter sie am Schwimmbad abholen will, ist sie verschwunden.

    Ermittler Thiel, der sich inzwischen das Rauchen abgewöhnt hat, löst eine grosse Suchaktion aus. Doch das diabeteskranke Mädchen wird erst acht Tage später tot an einem Baggersee entdeckt. Bis der Mörder ermittelt ist, dauert es sogar 73 Tage.

    Thiel und sein Team stossen auf verzweifelte Eltern, die mit gegenseitigen Vorwürfen um sich werfen und von denen schliesslich der Vater sogar ins Visier der Ermittler gerät. Doch Spur für Spur erweist sich als Sackgasse.

    Was hat es mit den gestohlenen Dessous auf sich, die die Ermittler in Neles Kinderzimmer entdecken? Und was mit dem DJ, in den sich die 14-Jährige verguckt hat?

    Und warum sagt ihr Vater nicht die Wahrheit, warum war sein Handy zur Tatzeit in der gleichen Funkzelle eingeloggt wie das seiner Tochter? Warum redet Neles beste Freundin nur widerwillig mit den Ermittlern?

    Die DNA-Spuren an Neles Leiche scheinen einfach nicht zum Täter zu führen. Schliesslich bringt ein Massen-Gentest die Ermittler ein Stück weiter, aber nur ein Stück. Denn sie stossen dabei auf einen Verwandten des Täters, der aber keine passenden Verwandten zu haben scheint.

    Die Ermittler betreten die Einfamilienhäuser älterer Damen, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Dann liefert eine 30 Jahre alte Postkarte eines mittlerweile Verstorbenen den Ermittlern den entscheidenden Hinweis, oder genauer: die Briefmarke darauf.

    Nach «Ein Kind wird gesucht» und «Die Spur der Mörder» ist dies der dritte auf wahren Begebenheiten beruhende Fall, den Hauptkommissar Ingo Thiel gemeinsam mit seinem Team in mühsamer Ermittlungsarbeit lösen muss. Beim Deutschen FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden gewann «Ein Kind wird gesucht», der erste Teil der Reihe, 2018 den Publikumspreis und Heino Ferch den Darstellerpreis.

    «Ingo ist ein Packer», hatte Ferch seine Rolle beschrieben. «Der brennt, der ist ständig auf Adrenalin, wenn so ein Ding läuft. Der ist ein sturer Hund, der nicht nachgibt, das ist auch das Geheimnis seines Erfolgs.» Dem dritten Fall mangelt es an der Tatsache, dass die Macher den realen Hintergrund nicht preisgeben wollen. Dennoch ist ein düsterer und realistisch anmutender Krimi entstanden.

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