«Die Toten am Meer»: Eine Leiche im Wikinger-Outfit

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    Deutschland,

    Der ARD-Samstagskrimi «Die Toten am Meer - Der Wikinger» ist im Stil eines nordischen Thrillers gedreht, bietet dem Zuschauer aber nicht mehr als einen zähen Fernsehabend.

    Kommissarin Ria Larsen (Marlene Tanczik) und ihr früherer Partner Brandt (Christoph Letkowski) ermitteln an der Nordsee bei Husum.
    Kommissarin Ria Larsen (Marlene Tanczik) und ihr früherer Partner Brandt (Christoph Letkowski) ermitteln an der Nordsee bei Husum. - Christine Schroeder/ARD Degeto/Moovie GmbH/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine ehrgeizige Kommissarin mit Schiesshemmung.

    Ein missgünstiger Kollege. Und einer, auf den man fest zählen kann. Dazu ein bisschen Wikinger-Mystik und düsteres Wetter.

    Die Zutaten des ARD-Krimis «Die Toten am Meer - Der Wikinger» genügen nicht, um aus dem täglichen Krimi-Einerlei hervorzustechen oder dem Zuschauer gar positiv in Erinnerung zu bleiben. Zu sehen ist der Film von Regisseurin Michaela Kezele und Autor Andreas Kanonenberg am Samstag um 20.15 Uhr im Ersten.

    An der Nordseeküste

    Beliebte erste Szene in Krimis: Eine Leiche wird aus dem Meer an den Strand gespült. In diesem Fall ist es ein erschlagener Mann in einem Wikinger-Outfit. Der Strand befindet sich an der Nordseeküste bei Husum. Die Kripo rückt an. Es ist der zweite Fall für Kommissarin Ria Larsen.

    Im Kommissariat ist die Stimmung angespannt. Die Ermittlerin Larsen (Marlene Tanczik) ist zurück aus der Reha, aber vorübergehend nicht an ihrem Platz. Vielmehr soll sie eine Task Force für ungelöste Fälle leiten - ein Bürojob, auf den sie wenig Lust hat. Larsen hat noch Angst im Umgang mit der Waffe, weshalb sie Kripo-Chef Bergmann (Max Herbrechter) aus der aktuellen Ermittlung heraushalten will.

    Larsens Vertretung übernimmt der Kollege Sellien (Christoph Glaubacker), nicht gerade ein sympathischer Zeitgenosse. Ausserdem will er sich Larsen vom Hals halten. Die verfügt aber über grosses kriminalistisches Gespür, das dringend gebraucht würde, um den Wikinger-Fall zu lösen.

    Mystik und Legenden

    Glücklicherweise hat Larsen einen Kollegen, auf den sie zählen kann: Michael Brandt (Christoph Letkowski). Mit der Psychologin Elisabeth Haller (Charlotte Schwab) verbindet sie ein Vertrauensverhältnis. Brandt und Haller ermutigen die Kommissarin, sich nicht unterkriegen zu lassen. Schliesslich gilt es den Tod des Wikingers aufzuklären.

    Aus Sicht von Autor Kanonenberg zeigt der Film die Geschichte des unglücklichen Jungen Jan Schmidt (Dominikus Weileder), der sich eine neue Familie sucht, in der er Halt findet - eine Wikinger-Kommune. Doch durch den Mord an dem Wikinger-Freund und durch das plötzliche Auftauchen seines leiblichen Vaters gerät diese vermeintlich heile Welt des Jungen ins Wanken. «Diese Dynamik zweier dysfunktionaler Familien, gepaart mit der Mystik und den Legenden der Wikinger hoch oben an der Nordsee, bot sich geradezu an, in einem spannenden Krimi erzählt zu werden.»

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