Deutsche Youtuber quälen gemieteten Elefanten
Zwei deutsche Streamer mieten einen Elefanten. Sie demütigen ihn und verursachen Stress für ihn. Das Ganze streamen sie live.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei deutsche Youtuber quälen einen Elefanten live im Stream.
- Die Tierschutzorganisation Peta bezeichnet es als «Armutszeugnis».
- Der Elefantenbesitzer beschwichtigt, das Tier sei nie in Gefahr gewesen.
Mit einem Video haben die deutschen Influencer Semih Jackson und Jordan Almani den Zorn von Tierschützern auf sich gezogen.
In einem Livestream führen sie einen Elefanten in ihr enges Studio. Sie lassen laute Musik abspielen, singen und tanzen vor dem Tier. Zudem muss die Elefantendame ihre gelernten Tricks zeigen.
Die beiden Influencer wurden zuvor abgehalten, sich ruhig zu verhalten. Lärm könne bei dem Tier zu Stress führen. Interessiert scheint das die beiden aber nicht zu haben.
Der Auftritt des Elefanten wurde zuerst auf Twitch gestreamt, ein 15-minütiges Video anschliessend auf Youtube veröffentlicht. Und dort hagelt es Kritik: Den beiden Influencern wird Tierquälerei vorgeworfen.
Wie die «Bild» berichtet, logen Semih und Jordan im Stream aber: Der Elefant wurde nicht in ihr Studio gebracht, das Studio wurde nachgebaut. Die Aufnahmen wurden auf dem Elefantenhof Platschow in Mecklenburg-Vorpommern gedreht.
Sonni Frankello leitet diesen und bestätigt das. Die Streamer wollten eigentlich, dass er den Elefanten nach Dortmund bringe. Doch das sei zu weit weg.
Elefanten-Besitzer: «Bei Gefahr hätte ich eingegriffen»
Deshalb sei das Studio auf dem Elefantenhof nachgebaut worden. Somit war das Tier nicht in einem so engen Raum eingesperrt, wie es den Anschein machte.
Er verharmlost das Ganze: «Ich habe den Elefanten hingestellt. Dann haben wir mit dem Kopf gewackelt und Kleinigkeiten gemacht.»
Die Youtuber hätten sich wilder verhalten, als es abgemacht gewesen sei. Aber: «Unsere Elefanten sind ein paar dumme Leute gewohnt. Wenn ich gesehen hätte, dass eine Gefahr besteht, hätte ich eingegriffen.»
Die Familie Zanello betreibt seit Jahrhunderten einen Zirkus. In der Manege treten bis heute Pferde und Hunde auf, Elefanten aber nicht mehr. Die im Video gezeigte Elefantendame war in der Vergangenheit im Zirkus zu sehen.
Peta: «Ein Armutszeugnis»
Auch die Tierschutzorganisation Peta äussert Kritik: «Dass 2026 immer noch Elefanten vermietet werden, ist ein Armutszeugnis», sagt Yvonne Würz. «Das Verhalten des Tieres ist komplett unnatürlich – Elefanten tanzen nicht.»
Sie kritisiert generell, dass Elefanten immer noch im Zirkus auftreten. Denn: «Jedes Kunststück ist mit gewaltvoller Dressur von klein auf antrainiert worden.»



















