Sarah Engels

    Darum will Sarah Engels keine Feministin sein

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Sarah Engels rechtfertigt sich für ihre Feminismus-Aussage: Für sie sei wichtiger, wofür man stehe und was man tue. Der Begriff werde oft einseitig dargestellt.

    sarah engels
    Sarah Engels ist in einer Feminismus-Kontroverse. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sarah Engels sagte, sie sei keine Feministin, da sie Männer möge.
    • Sie ergänzt, dass Feminismus oft als aggressiv und männerfeindlich dargestellt werde.
    • Sie selbst lebe schon lange Empowerment und Gleichberechtigung.

    Kurz vor dem Eurovision Song Contest sorgte die deutsche Kandidatin Sarah Engels (33) für eine Kontroverse. In einem Podcast sagte sie, sie sei keine Feministin, weil: «Ich habe einen ganz tollen Mann und mag auch Männer.» Für diese Aussage hagelte es online Kritik.

    Nun stellte sie sich auf Instagram den Fragen der Fans. Jemand wollte wissen: «Bist du eine Feministin oder nicht?» Und Engels nahm ausführlich Stellung.

    «Ich kann auch Feministin sein, ohne mich mit diesem Label definieren zu müssen.» Wichtiger sei, wofür man stehe. «Und wer mich kennt, weiss, dass ich Empowerment und Gleichberechtigung schon lange lebe und verkörpere.»

    Feminismus zeige sich darin, «wie man lebt, was man vorlebte und was man wirklich für andere Frauen bewegt». Er zeige sich nicht darin, «wie laut jemand andere Frauen online belehrt».

    Zudem schreibt sie: «Der Begriff ist für viele Menschen inzwischen einfach unterschiedlich besetzt. Feminismus wird meiner Meinung nach oft sehr einseitig dargestellt. Oft als aggressiv und männerfeindlich», so Sarah Engels.

    Doch wegen ihrer Aussage im Podcast wurde ihr selbst genau das vorgeworfen. Indem sie sage, sie sei keine Feministin, weil sie Männer möge, stelle sie Feminismus und Männerhass gleich.

    Bist du ein Feminist, eine Feministin?

    In anderen Kommentaren wurde ihr geraten, sich zuerst ein wenig mit dem Thema Feminismus und dessen Bedeutung auseinanderzusetzen. Jemand anderes weist darauf hin, dass Engels ohne den Feminismus gar nicht tun könne, was sie aktuell tue.

    Die einstige DSDS-Zweite sang beim ESC in Wien ihren Song «Fire». Damit konnte sie das Publikum aber nicht überzeugen: Am Ende reichte es nur für Rang 23.

    Kommentare

    User #4501 (nicht angemeldet)

    Feminismus braucht ein stereotypes Männerfeindbild. Frau Engels benötigt kein solches Hilfsmittel. Sie wird auch so als intelligente, erfolgreiche und attraktive Frau wahrgenommen. Oder ist eine solche Wertung bereits wieder Frauendiskriminierung und unbelehrbar männlich?

    User #3649 (nicht angemeldet)

    Ich finde sie toll!

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