Collien Fernandes tritt doch bei Demo auf
Collien Fernandes trat trotz der Morddrohungen bei der Demonstration in Hamburg auf. Sie hielt eine Rede und forderte Täter auf, ihre Taten zuzugeben.

Das Wichtigste in Kürze
- Collien Fernandes trat bei einer Demo in Hamburg auf und hielt eine kurze Rede.
- Am Mittwoch sagte sie ihre Teilnahme ab, da es Morddrohungen gegen sie gab.
- Hintergrund waren ihre Vorwürfe der «virtuellen Vergewaltigung» gegen ihren Ex.
Collien Fernandes (44) trat jetzt doch bei der Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg auf. Zuvor hatte sie ihre Teilnahme wegen Morddrohungen abgesagt.
Sie stehe hier mit «kugelsicherer Weste und Personenschutz», sagte Fernandes laut der «Bild» bei ihrer kurzen Rede. Sie wolle rauskommen und stark sein, doch ihre aktuelle Lage mache es schwierig.

Die Morddrohungen gegen sie würden dazu führen, dass viele andere Opfer nicht den Mut hätten, etwas zu sagen. Fernandes aber fragt: «Warum haben nicht die Täter die Eier, zuzugeben, dass sie ihre Frauen digital missbraucht oder gegen eine Wand geschlagen haben?»
Und sie appelliert an die Frauen: «Habt den Mut, habt die Kraft, rauszugehen und allen zu erzählen, was passiert ist.» Es solle Licht in das grosse Dunkelfeld gebracht und die Mauer des Schweigens eingerissen werden.

Bilder zeigen die deutsche Schauspielerin auf der Bühne mit einem Mikrofon in der Hand. Rund 7500 Teilnehmer waren an der Demonstration angemeldet. Gefordert wird mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt und echte Konsequenzen für die Täter.
Am Mittwoch teilte Collien Fernandes noch mit, dass sie wegen Sicherheitsbedenken noch an der Demonstration teilnehmen werde. Sie berichtete von Morddrohungen, seit sie die Vorwürfe gegen ihren Ex Christian Ulmen öffentlich gemacht hatte.
Wenige Tage zuvor warf sie ihrem Ex vor, jahrelang Fake-Profile von ihr angelegt und damit mit Männern geflirtet zu haben. Zudem soll er gefälschte Nacktbilder und -videos von ihr verschickt haben. Weil Deutschland ein «absolutes Täterparadies» sei, zeigte sie ihn in Spanien an.











