Buckelwal soll durch Bagger-Rinne gerettet werden
Ein gestrandeter Buckelwal an der deutschen Ostseeküste kämpft ums Überleben. Zwei Bagger graben nun eine Rinne, um dem Tier den Weg ins tiefe Wasser zu ebnen.

Noch immer sitzt ein Buckelwal vor Timmendorfer Strand an der Ostseeküste fest. Der etwa zehn Meter lange Wal wurde zuvor in der Lübecker Bucht auf einer Sandbank entdeckt.
Der Buckelwal ist vermutlich ein junges Tier, das geschwächt wirkt und sich in flachem Wasser verirrt hat. Experten vermuten laut «DW», dass Desorientierung oder Nahrungssuche dazu führte, dass der Wal in die Bucht geriet.

Zwei schwimmfähige Bagger haben in einiger Entfernung zum Tier begonnen, eine Rinne vor dessen Kopf auszuheben, berichtet «ZDFheute». Die Arbeiten sollen eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und rund 1,20 Meter tiefe Bahn zum offenen Meer schaffen.
Aufwendige Hilfe für den Buckelwal
Die Rinne wird so angelegt, dass sich der Buckelwal nicht drehen muss, um ins tiefere Wasser zu gelangen. Der Baggerfahrer Tim Löhndorf betont, dass die Arbeiten sehr präzise und sensibel ablaufen müssen, wie «Stern» berichtet.
Wetterbedingungen wie Wind und Strömung erschweren die Rettung des Buckelwals erheblich, wie «Zeit» berichtet. Diese Einflüsse können zudem die Lage des Tieres und die Bedingungen vor Ort weiter verändern.

Trotz sorgfältiger Planung birgt der Einsatz von Baggern Risiken für den Buckelwal, insbesondere durch mögliche Berührungen mit dem Tier. Dabei wird laut «Stern» betont, dass die Arbeiten möglichst schonend erfolgen müssen, um zusätzliche Belastungen oder Verletzungen zu vermeiden.
Letzte Chance für den Meeresriesen
Experten bewerten laut «Zeit» die Überlebenschancen des Buckelwals als gering und zeigen sich besorgt über seinen Gesundheitszustand. Die geplante Bagger-Rinne gilt als letzter Rettungsversuch, da frühere Massnahmen erfolglos blieben.
Polizei und Behörden sperrten den Strand weiträumig ab, um Schaulustige fernzuhalten und den Wal zu schützen, berichtet «AP News». Einsatzkräfte überwachen die Absperrungen und sorgen dafür, dass ausreichend Abstand zum Tier eingehalten wird.












