Collien Fernandes: Fans stellen sich nach Demo-Absage hinter sie

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Collien Fernandes sagt eine Demo-Teilnahme wegen Morddrohungen ab. Fans stellen sich hinter sie und schreiben von einer kranken Welt.

    collien fernandes
    Collien Fernandes wurde Opfer von digitalem Identitätsbetrug. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Collien Fernandes sagt wegen Morddrohungen ihre Rede an einer Demo ab.
    • Ihre Fans stellen sich hinter sie und sprechen ihr die Unterstützung aus.
    • Sie hoffen, dass sie in Spanien den Support und eine konsequente Strafverfolgung erhält.

    Heute Abend findet in Hamburg eine Demonstration für Opfer sexualisierter Gewalt statt. Eigentlich wollte auch Collien Fernandes (44), deren Ex KI-Nacktbilder von ihr verschickt hat, teilnehmen und eine Rede halten.

    Am Mittwoch kündigte sie aber an, nicht hinzugehen – wegen Sicherheitsbedenken. Denn seit sie ihren Fall öffentlich gemacht hat, habe sie Morddrohungen erhalten.

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    Collien Fernandes teilt ihre Demo-Absage mit. - instagram

    In den Kommentaren unter dem Instagram-Post äussern viele Fans ihre Solidarität mit der Schauspielerin. «Wir stehen hinter dir», wird dutzendfach geschrieben. «Bleib stark, viel Kraft», schreibt jemand. Sie solle sich nicht einschüchtern lassen.

    Es sei unerträglich und mache Angst, was Collien durchmachen müsse, findet ein Fan. «Respekt und Dank für all deinen Mut.»

    Andere Anhänger sind schockiert über die Morddrohungen, es sei eine «traurige» oder «kranke Welt». «Du bekommst Morddrohungen, weil du für dein Recht und das Recht anderer Menschen kämpfst.»

    Collien Fernandes beziehe zu allem Stellung und werde dennoch in Frage gestellt und angezweifelt, schreibt ein Fan. Ihr Ex aber sage nichts und wirke für «MANNche» glaubhafter. Man werde mit Collien weiterkämpfen bis zur Gesetzesänderung, sie habe die volle Unterstützung.

    Fernandes beschuldigt ihren Ex Christian Ulmen, über Jahre Fake-Profile von ihr angelegt zu haben. Damit habe er mit anderen Männern geflirtet und gefälschte Nacktfotos von ihr verschickt. Wegen dieser «virtuellen Vergewaltigung» hat sie ihn nun angezeigt – in Spanien und nicht in Deutschland. Denn dort sei die Rechtslage besser, Deutschland sei ein «absolutes Täterparadies», kritisierte Fernandes.

    Verfolgst du den Fall von Collien Fernandes und Christian Ulmen?

    Unter dem Post schreibt dann auch jemand: «Hoffentlich bekommst du dort den juristischen und moralischen Support, der in Deutschland noch extrem ausbaufähig ist, sowie eine konsequente Strafverfolgung.»

    In ihrem Beitrag prangert Fernandes erneut an, dass bloss 5 Prozent der psychischen und physischen Fälle häuslicher Gewalt angezeigt werden. «Warum? Weil es Mut braucht, sich zu äussern und kundzutun, dass der liebe, nette Onkel, Opa oder Vater vielleicht nicht nur der liebe, nette Onkel, Opa oder Vater ist.»

    Kommentare

    User #3304 (nicht angemeldet)

    Kein Kommentar

    User #6096 (nicht angemeldet)

    Es gibt keinen Straftatbestand der Virtuellen Vergewaltigung. Ohne diesen darf die Justiz nicht untersuchen, die Polizei nicht ermitteln. Wenn das Bildmaterial original und unverfälscht ist, auf öffentlichen Plattformen verbreitet wird, kann die betroffene Person eine Anzeige erstatten und eine Bestrafung des Täters beantragen. Fb

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