Christian Ulmen gibt Interview – es darf nicht veröffentlicht werden
Fünf Stunden lang redete Christian Ulmen mit der «Zeit» über die Vorwürfe seiner Ex-Partnerin. Danach zog er sämtliche Zitate zurück – und schweigt nun wieder.

Das Wichtigste in Kürze
- Ulmen sprach 5 Stunden mit der «Zeit», liess danach aber alle Zitate streichen.
- Fernandes wirft ihm Fake-Profile, nicht konsentierte Pornografie und häusliche Gewalt vor.
- Die Stawa Potsdam hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
Vor Monaten erhob Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen. Dieser soll sich danach in einem Interview geäussert haben – oder eben doch nicht?
Unter dem Titel «Herr Ulmen möchte nun doch nicht» berichtet die «Zeit» über ein Gespräch von Ende März. Der Schauspieler und sein Anwalt Christian Schertz standen demnach auf Mallorca über fünf Stunden lang Rede und Antwort. Veröffentlichen darf die Zeitung davon jedoch nichts.
Wie es bei solchen Gesprächen üblich ist, war vereinbart worden, dass Zitate vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen. Dazu kam es nicht. Laut «Zeit» folgte nach dem Interview «eine wochenlange Auseinandersetzung über Formulierungen». Am Ende kassierten Ulmen und Schertz alle Zitate wieder.
Auf Instagram schrieb die «Zeit»: «Wir haben ihn besucht – aber seine Worte dürfen wir nicht dokumentieren. [...] Fünf Stunden lang sprachen wir mit dem Schauspieler, fragten ihn, was er da bloss getan habe. Er gab umfassende Antworten.»
Was Christian Ulmen vorgeworfen wird
Die Moderatorin Collien Fernandes hatte im März 2026 in einem «Spiegel»-Bericht schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner erhoben. Ulmen soll mutmasslich Fake-Profile angelegt und pornografisches Material verbreitet haben, das den Eindruck erweckte, es zeige die 44-Jährige. Christian Ulmen geht seinerseits gegen die «Spiegel»-Berichterstattung vor.

Die Vorwürfe lösten in Deutschland eine breite gesellschaftliche Debatte über gesetzliche Lücken bei Identitätsbetrug und nicht konsentierten Nacktbildern aus. Tausende Menschen demonstrierten auf den Strassen.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Ende Mai bestätigte die Staatsanwaltschaft Potsdam, dass nach einer Anzeige von Fernandes ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt.

Es soll sich um mehrere Vorfälle handeln, die sich 2022 und 2023 in Spanien ereignet haben sollen. Vorwürfe der «digitalen Gewalt» werden laut Staatsanwaltschaft weiter geprüft. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.












