Juan Carlos

    Bleibt Juan Carlos doch weiter in Abu Dhabi?

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    Spanien,

    Weihnachten im Kreis der Familie - für Spaniens Altkönig Juan Carlos dürfte dies wohl ein Wunschtraum bleiben.

    Wie geht es weiter mit Spaniens Altkönig Juan Carlos?. Foto: Francisco Flores Seguel/Agencia Uno/dpa
    Wie geht es weiter mit Spaniens Altkönig Juan Carlos?. Foto: Francisco Flores Seguel/Agencia Uno/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der von Korruptionsvorwürfen bedrängte Altkönig Juan Carlos muss wohl zum zweiten Mal in Folge das Weihnachtsfest fern seiner spanischen Heimat verbringen.

    Die Ermittlungen gegen den 83 Jahre alten Vater von König Felipe VI. (53) würden entgegen der Erwartungen doch nicht bald eingestellt werden, berichteten spanische Medien unter Berufung auf Justizkreise. Generalstaatsanwältin Dolores Delgado habe ein Dekret zur Verlängerung der Ermittlungen um sechs Monate unterzeichnet, hiess es. Die Behörden bestätigten diese Berichte am Freitag auf Anfrage. Die Ermittlungsfrist wäre sonst am 17. Dezember abgelaufen. Es wird dennoch weiterhin erwartet, dass keine Anklage erhoben wird.

    Seine beiden Töchter haben ihn besucht

    Juan Carlos lebt bereits seit fast eineinhalb Jahren fern von Frau Sofía (83) und dem Rest der Familie im Emirat Abu Dhabi im Exil. Er hatte am 3. August 2020 seine Heimat heimlich verlassen, um - wie es in einem später veröffentlichten Brief hiess - die Arbeit Felipes vor dem Hintergrund der Vorwürfe zu «erleichtern». In Abu Dhabi wurde er laut Medien bisher nur von seinen Töchtern Elena (57) und Cristina (56) besucht. Aussagen und Fotos des Mannes, der zwischen 1975 und 2014 Staatsoberhaupt Spaniens war, gibt es kaum. Zur Lage von Juan Carlos gibt auch das Königshaus keine Stellungnahmen ab.

    Spanische Medien hatten in den vergangenen Wochen immer wieder berichtet, Juan Carlos vermisse Spanien und seine Familie immer mehr und sei aber zuversichtlich, dass er Weihnachten in Madrid werde verbringen können. «Eines steht nun fest, vorerst kann er nicht zurückkehren», kommentierte am Freitag die Königshausexpertin der Zeitung «La Vanguardia», Mariángel Alcázar. Es heisst, König Felipe widersetze sich einer Rückkehr vor Ende der Ermittlungen.

    Die spanische Behörden leiteten gegen Juan Carlos insgesamt drei Ermittlungen ein. Es geht unter anderem um den Verdacht der Geldwäsche und des Steuerbetrugs, um mutmassliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in Saudi-Arabien, um angeblich nicht deklarierte Spendeneinnahmen und auch um geheime Bankkonten im Ausland. Zur Abwendung eines Strafverfahrens wegen Steuerbetrugs zahlte Juan Carlos Ende 2020 zunächst gut 678 000 Euro, im Februar dieses Jahres weitere knapp 4,4 Millionen an Steuerschulden nach, wie sein Anwalt bestätigte.

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