Berlinale-Eklat: Regisseur Alkhatib äussert sich politisch zu Gaza

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Bei der Berlinale nutzte Regisseur Abdallah Alkhatib seine Dankesrede für ein politisches Statement nach Auszeichnung seines Films «Chronicles From the Siege».

Abdallah Alkhatib Berlinale-Eklat
Bei der Berlinale verwandelte Regisseur Abdallah Alkhatib seine Dankesrede in ein politisches Statement. - keystone

Bei der Preisverleihung der Berlinale nutzte der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib seine Dankesrede für ein politisches Statement.

Sein Film «Chronicles From the Siege» war zuvor als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet worden.

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Alkhatib warf in seiner Rede der deutschen Regierung vor, Partner des «Völkermordes im Gazastreifen» zu sein. Er forderte mit Blick auf den Nahostkonflikt unmittelbare Aufmerksamkeit für palästinensisches Leid und Solidarität, berichtet «Reuters».

Widerhall und Proteste

Umweltminister Carsten Schneider verliess laut einem Sprecher während der Rede den Festsaal als Reaktion auf Alkhatibs Aussagen. Ein Sprecher sagte, der Minister halte diese Aussagen für nicht akzeptabel, meldet «Deutschlandfunk Kultur».

Bei der Rede hielt Alkhatib eine palästinensische Flagge hoch und forderte zur Erinnerung an Solidarität und Widerstand auf.

Er sagte, niemand werde vergeben, der den Palästinensern das Recht auf Leben verweigere, berichtet Anadolu.

Reaktionen aus der Politik

Die Kritik Alkhatibs stiess besonders in Berlin auf äussere Reaktionen, wobei Vertreter der Bundesregierung die Vorwürfe zurückwiesen.

Israel selbst bestreitet, einen Völkermord im Gazastreifen zu begehen, und beruft sich auf sein Recht zur Selbstverteidigung, so «Reuters». Politische Analysten sehen den Vorfall vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über politische Statements auf Filmfestivals.

Abdallah Alkhatib
Während der Rede präsentierte Alkhatib eine palästinensische Flagge und rief zu Solidarität und aktivem Widerstand auf. - keystone

Die diesjährige Berlinale war stark von Diskussionen über die Israel-Palästina Krise geprägt. Zahlreiche Filmschaffende nutzten ihre Plattform für Statements, berichtet «Reuters».

Kommentare

User #6181 (nicht angemeldet)

Unser Gemeinsamer Feind täubelt hier wieder ….

User #6151 (nicht angemeldet)

Erst den Preis abräumen, dann große Klappe haben.

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