Bayerischer Filmpreis für «Heldin»-Darstellerin Leonie Benesch
Die Oscar-Hoffnungen sind geplatzt. Nun wird die deutsche Hauptdarstellerin Leonie Benesch mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Einen Preis erhält auch der Schweizer Kameramann Fabian Gamper.

Auch der deutsche Film «In die Sonne schauen» kann sich für die verpasste Oscar-Nominierung mit einem Bayerischen Filmpreis trösten – ausgezeichnet für den besten Film. Die Berliner Filmemacherin Mascha Schilinski gewinnt den Regiepreis für diesen Film.
Der Preis für die Bildgestaltung im Film «In die Sonne Schauen» geht an den Schweizer Kameramann Fabian Gamper für «eine Kameraarbeit von seltener poetischer Kraft», so die Jury.
Neben Leonie Benesch in ihrer Rolle als Krankenschwester in «Heldin» wird Rainer Bock als Richter im Film «Karla» für die beste Schauspielleistung ausgezeichnet. Der Film über das gleichnamige zwölfjährige Mädchen, das vom Vater missbraucht wurde, wird damit gleich zweimal prämiert: Drehbuchautorin Yvonne Görlach erhält dafür den Drehbuchpreis.
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Münchner Schauspieler und Regisseur Michael «Bully» Herbig erhält für seinen jüngsten Kino-Hit «Das Kanu des Manitu» die Auszeichnung als «Erfolgreichster Film». Er setze damit die Erfolgsgeschichte fort, die er mit «Der Schuh des Manitu» begründet habe, hiess es bei der Jury.
Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten geht an Florian David Fitz, der zuletzt den Bayerischen Verfassungsorden bekam. Mit Filmen wie «Vincent will Meer», «Willkommen bei den Hartmanns», «Oskars Kleid» und «Der Vorname» bereichere und präge Fitz die deutsche Filmkultur, sagte der Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Bayern, Markus Söder (CSU).
Den Newcomer-Regiepreis erhält Michael Kofler für «Zweitland». Mit dem Dokumentarfilmpreis wird Daniel Abma für «Im Prinzip Familie» ausgezeichnet. Der Preis in der Kategorie Bester Kinderfilm geht an Julia Lemke und Anna Koch für den Film «Zirkuskind» über den Jungen Santino, der in einer Zirkusfamilie aufwächst.
Der Bayerische Filmpreis wird seit 1979 vergeben. Er zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Filmbranche, ist mit Preisgeldern von insgesamt 300'000 Euro dotiert und wird in elf Kategorien auf Vorschlag einer zehnköpfigen Fachjury vergeben.









