Gewalt

UN-Büro dokumentiert erschütternde Gewalt gegen Ukrainer

Keystone-SDA
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Genève,

Das UN-Menschenrechtsbüro hat schockierende sexuelle Gewalt und Folter auf dem Territorium der Ukraine dokumentiert.

ARCHIV - Ukrainische Soldaten sprechen in der Region Tschernihiw mit ihren Angehörigen, nachdem sie im Rahmen eines Kriegsgefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine aus der...
ARCHIV - Ukrainische Soldaten sprechen in der Region Tschernihiw mit ihren Angehörigen, nachdem sie im Rahmen eines Kriegsgefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine aus der... - Keystone/AP/Francisco Seco

89 Prozent der untersuchten Fälle seien von russischen Streitkräften, Polizisten oder Wachen verübt worden, berichtet Danielle Bell, Leiterin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine. Das jüngste und älteste Opfer russischer Verbrechen seien ein vierjähriges Mädchen und eine 82 Jahre alte Frau gewesen.

Ihr Team hat 1.004 Fälle seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 dokumentiert, konnte allerdings nur einen Bruchteil der möglichen Betroffenen sprechen. «Die 1.004 Fälle sind nur ein Bruchteil der Realität», sagte Bell. Die Angaben beruhen auf vertraulichen Gesprächen mit Hunderten Betroffenen sowie auf Gerichtsunterlagen und amtlichen Dokumenten.

Ihr Team hat keinen Zugang zu den russisch besetzten Gebieten und kann nur mit Menschen sprechen, die aus Gefangenschaft entlassen wurden und auf von der Ukraine kontrolliertes Territorium kamen.

Folter und Gruppenvergewaltigungen

Das Büro dokumentierte unter anderem Vergewaltigungen mit Gefängnisschlüsseln oder Schaufelstielen, Gruppenvergewaltigungen, Genitalverstümmelungen, Elektroschocks und Schläge gegen die Genitalien. Die meisten Opfer seien Männer, die in Gefangenschaft waren. Viele berichteten über Stromstösse gegen die Genitalien mit einem sowjetischen Feldtelefon, dem sogenannten «Tapik».

Auch russische Kriegsgefangene hätten von sexueller Gewalt berichtet. Bei den 112 dokumentierten Fällen sei es in der Hälfte der Fälle bei Drohungen geblieben. Die Ukraine gebe dem Team Zugang zu allen Gefangenenlagern, Russland kooperiere dagegen nicht, sagte Bell.

Die UN verlangen, dass Russland und die Ukraine alle glaubhaften Vorwürfe «unverzüglich, gründlich und unparteiisch» untersuchen und Verantwortliche unabhängig von Rang oder Zugehörigkeit zur Rechenschaft ziehen.

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Kommentare

User #5483 (nicht angemeldet)

Es ist Krieg! Da gibt es keine Menschenrechte oder Genfer Konventionen. Entweder du oder ich!

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