100 Jahre Marilyn Monroe – der Mythos hinter dem Sexsymbol
Marilyn Monroe bleibt auch 100 Jahre nach ihrer Geburt eine Ikone zwischen Sexsymbol, Selbstinszenierung und weiblicher Selbstbestimmung.

Marilyn Monroe wäre am 1. Juni 2026 100 Jahre alt geworden. Die Schauspielerin gilt bis heute als eine der prägendsten Figuren der Filmgeschichte und Popkultur.
Hinter dem weltbekannten Namen stand jedoch Norma Jeane Baker. Ihre Kindheit war von Pflegefamilien, Unsicherheit und familiären Problemen geprägt, berichtet die «Tagesschau».
Schon früh erkannte sie die Bedeutung öffentlicher Wirkung. Monroe entwickelte Stimme, Auftreten und Erscheinungsbild gezielt weiter und schuf damit eine der ersten modernen Star-Marken Hollywoods.
Marilyn Monroe: Die Frau hinter dem Mythos
Öffentlich bekannt wurde vor allem die Kunstfigur Marilyn Monroe. Die eigentliche Persönlichkeit verschwand oft hinter dem Bild der blonden Verführerin, schreibt der «SWR».
Sie beklagte wiederholt, dass die Öffentlichkeit vor allem diese Rolle wahrnehme. Gleichzeitig verstand sie es, das Bild von Marilyn Monroe bewusst mitzugestalten und weiterzuentwickeln.
Ihre Ausstrahlung machte sie zum Sexsymbol der 1950er-Jahre. Ihre Sinnlichkeit löste in einer gesellschaftlich widersprüchlichen Zeit zugleich Faszination und Verunsicherung aus.
Mehr als die naive Blondine
Zu ihren bekanntesten Filmen zählen «Blondinen bevorzugt», «Das verflixte 7. Jahr» und «Manche mögen's heiss». Diese Produktionen machten sie laut der «Joyn» weltweit berühmt.
Dennoch wurde Monroe häufig auf stereotype Rollen reduziert. Wie der «SWR» hervorhebt, verkörperte sie meist Figuren, die aus männlicher Perspektive entworfen wurden.
Gleichzeitig überzeugte sie mit feinem Humor und präzisem Timing. Der «Joyn» zufolge zeigte sie besonders in «Manche mögen's heiss» eine schauspielerische Qualität, die lange unterschätzt wurde.
Kampf um Anerkennung
Monroe wollte mehr sein als ein glamouröses Aushängeschild Hollywoods. Nach Angaben der «Tagesschau» absolvierte sie intensiven Schauspielunterricht und arbeitete am renommierten Actors Studio mit Lee und Paula Strasberg.
1955 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma. Sie kämpfte damit für mehr Einfluss auf ihre Rollenwahl und ihre berufliche Zukunft.

Auch ihr Intellekt blieb lange im Schatten ihres Images. Der «SWR» berichtet, dass Monroe James Joyce und Rilke las und von Weggefährten als klug und reflektiert beschrieben wurde.
Symbol für Selbstbestimmung
Besonders aufschlussreich erscheinen jene Filme, die Monroe selbst produzierte. In «Der Prinz und die Tänzerin» verkörperte sie laut dem «SWR» eine Frau, die ihre Interessen kennt und selbstbestimmt verfolgt.
Bis heute fasziniert die Schauspielerin durch ihre Widersprüchlichkeit. Wie die «Joyn» berichtet, vereinte sie Glamour und Verletzlichkeit, Selbstbewusstsein und Unsicherheit auf einzigartige Weise.
Gerade diese Gegensätze prägen ihr Vermächtnis bis heute. Marilyn Monroe bleibt auch 100 Jahre nach ihrer Geburt eine der wirkungsmächtigsten und meistdiskutierten Kunstfiguren Hollywoods, wie die «Tagesschau» festhält.












