«The Uprising» zwischen Bauernaufstand und Robin Hood

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    «The Uprising» erzählt den englischen Bauernaufstand von 1381 mit Andrew Garfield. Gedreht wurde der Historienfilm komplett in Bayern.

    The Uprising
    «The Uprising – Für die Freiheit» bringt den historischen Bauernaufstand von 1381 auf die grosse Leinwand. - ascote elite

    «The Uprising – Für die Freiheit» ist seit dem 10. September 2026 in den Kinos zu sehen. Regisseur Paul Greengrass (71) erzählt darin den englischen Bauernaufstand von 1381, berichtet das «SRF».

    Andrew Garfield (43) spielt den namenlosen Bauern Ploughman, der Frau und Kinder durch die Pest verloren hat. Als er seine Steuern bezahlen will, eskaliert ein Konflikt mit einem Steuereintreiber.

    Anschliessend schliessen sich Ploughman, der Priester John Ball und der Veteran Wat Tyler den Aufständischen an. Auf ihrem Weg nach London wächst ihre Zahl auf mehr als 10'000 Menschen.

    Ein Aufstand gegen Steuern und Ungleichheit

    Die Rebellen wollen König Richard II. zunächst nicht stürzen. Sie wollen ihm ihre Forderungen vortragen und die Mitglieder seines Rates für die Missstände verantwortlich machen, schreibt das «SRF».

    Historisch richtete sich die Revolte gegen Steuern und soziale Ungleichheit. Sie führte weder zur Abschaffung der Leibeigenschaft noch des Feudalismus, stellte aber die Autorität von König und Adel infrage.

    Würdest du «The Uprising – Für die Freiheit» im Kino anschauen?

    Die Verbindung zu Robin Hood sorgt zugleich für Diskussionen. Ein US-Trailer nannte «The Uprising» «The Rise of Robin Hood» – obwohl Robin Hoods Geschichten 200 Jahre früher spielen.

    «The Uprising» und die Robin-Hood-Verbindung

    Der Film stellt den Zusammenhang über den Namen seiner Hauptfigur her. Ploughman erinnert an William Langlands Gedicht «Piers Plowman», in dem sich frühe literarische Hinweise auf Robin Hood finden.

    Auch die «Welt» greift die Robin-Hood-Debatte auf. Demnach trug das Projekt in einer früheren Phase den Arbeitstitel «The Hood».

    Eine weitere Besonderheit betrifft die Entstehung des Films. «The Uprising» wurde komplett in Deutschland gedreht, vor allem in Nürnberg und Bayern.

    Nürnberg als mittelalterliches England

    In Nürnberg gab es zwölf Drehtage in der Altstadt. Die Sebalduskirche diente dabei unter anderem als Kathedrale von Canterbury, Schloss Windsor und als weitere Schauplätze.

    Insgesamt kamen rund 5000 Komparsen zum Einsatz. Die Produktion umfasste 50 Drehtage, mehrere davon im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim.

    The Uprising
    «The Uprising – Für die Freiheit» erzählt die Geschichte des englischen Bauernaufstands von 1381. - ascote elite

    Auch die «Welt» verweist auf die deutschen Drehorte und darauf, dass Nürnberg im Film teilweise London darstellt. Räume wurden nicht grundlegend umgebaut, sondern bei Bedarf digital erweitert.

    Kommentare

    User #1558 (nicht angemeldet)

    1381 war das Sterbejahr von Wat Tyler, Tyler wie Ziegelbrenner, das war sein Beruf. Der 14-jährige König Richard II. ließ ihn hinrichten.

    User #9916 (nicht angemeldet)

    Und am Ende werden die Bauern massakriert, immer, überall.

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