Dieses Mal geht es aufs Land. Im «Tatort: Wunder gibt es immer wieder» ermitteln die Münchner Kommissare in einem Kloster im malerischen Voralpenland.
«Tatort: Wunder gibt es immer wieder»: Die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) verhören Schwester Antonia (Maresi Riegner).
«Tatort: Wunder gibt es immer wieder»: Die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) verhören Schwester Antonia (Maresi Riegner). - BR/Roxy Film GmbH/Hendrik Heiden

Das Wichtigste in Kürze

  • Im neuen «Tatort: Wunder gibt es immer wieder» reisen die Kommissare aufs Land.
  • In einem Nonnenkloster treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander.
  • Der Krimi wurde diesmal vor besonders malerischer Kulise gedreht.

Mit dem «Tatort: Wunder gibt es immer wieder» steht ein seltener Fall an: Die Münchner Ermittler Ivo Batic (Miroslav Nemec, 67) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 63) werden auf dem Land tätig.

Darum geht's im neuen «Tatort»

Die Ermittlungen in einem Mordfall führen die Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr nach Dannerberg im Voralpenland. Dort hatte der Tote in einem Nonnenkloster zuletzt als Wirtschaftsprüfer zu tun.

Das gottesfürchtige Leben scheint jedoch nur auf den ersten Blick beschaulich. Schnell verdichten sich die Hinweise, dass der Hausmeister des Klosters in die Tat verwickelt ist. Doch was ist das Motiv? Gab es Unregelmässigkeiten in den Büchern, die der Wirtschaftsprüfer aufzudecken drohte?

Nicht weniger irritierend sind zwei Gesandte aus Rom, die parallel zu Batic und Leitmayr eigene Untersuchungen anstellen. Wollen die Nonnen etwa eigene Verfehlungen vertuschen? Und lauern hinter den Klostermauern am Ende noch andere wundersame Geheimnisse?

Lohnt sich das Einschalten?

Ja, wenngleich der eigentliche Mordfall ein bisschen zu konstruiert wirkt.

Abgesehen davon ist das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Welten im «Tatort» aber sehr spannend anzusehen. «In der Welt der Frauen geht es im Kern um das Erhalten einer Gemeinschaft – und um ganz individuelle Gefühle. Ihr geregelter Alltag lässt Raum für Gespräche und neben viel täglicher Arbeit auch für Schönes», erklärt Regisseurin Maris Pfeiffer.

Tatort
Udo Wachtveitl (als Kommissar Leitmayr, l) und Miroslav Nemec (als Kommissar Batic) ermitteln in München. Foto: picture alliance / Andreas Gebert/dpa - dpa-infocom GmbH

Auf der anderen Seite steht die Welt der Männer. Gemeint ist jene «des Hausmeisters und seines Helfers, der Vatikanermittler und die der Kommissare Batic und Leitmayer», so Pfeiffer weiter. «Es ist eine Welt, die mehr von Logik und praktischen Fragen geprägt ist. Die Welt grosser Gesten und dicker Autos», sagt sie.

Und es gibt viele sehr sehenswerte Einzelszenen: Die gewitzte Auseinandersetzung von Batic und Leitmayr mit der Kirche an sich und dem Klosterleben der Nonnen im Konkreten. Die Kommissare auf der Suche nach dem Netz, Assistent Kalli (Ferdinand Hofer, geb. 1993) im etwas anderen Homeoffice. Oder die durchaus überraschende Auflösung der Ermittlungen der Vatikanvertreter.

Sechs interessante Frauenfiguren

Von den dargestellten Nonnen ist trotz optischer Uniformität jede ein echter Charakter. «Sie sind keine entrückten Wesen», findet auch die Regisseurin. Es gebe mehr Verbindendes als Trennendes und mehr Gemeinsamkeiten als man denken würde.

«So sind aus den Nonnen im Film sechs ganz unterschiedliche Frauenfiguren geworden. Diese, wie wir alle, haben Sehnsüchte, Fantasien und Ängste, die ihr Handeln bestimmen», so Pfeiffer.

Schauspielerin
Corinna Harfouch wird im Berliner «Tatort» die Nachfolgerin von Meret Becker. Foto: Paul Zinken/dpa - dpa-infocom GmbH

Berlin-«Tatort»-Fans bekommen hier im Übrigen schon mal die Gelegenheit, sich Filmstar Corinna Harfouch (67, «Deutschland 89») in dem Krimiformat anzusehen. Wenngleich als Nonne und damit in einer ganz anderen Rolle als die der künftigen Kommissarin.

Dieser Landkrimi ist vor und in der höchst malerischen Kulisse des Karmeliten-Klosters Reisach in Oberaudorf im Landkreis Rosenheim gedreht worden. Die sehr idyllische Atmosphäre in dem alten Gemäuer und im Garten ist wirklich schön eingefangen. Nachts ist es allerdings nicht mehr ganz so malerisch. 

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