China schneidet Riccardo Simonetti aus «Friends»-Special

Jannis Zbinden
Jannis Zbinden

China,

Der Gastauftritt von Riccardo Simonetti wurde aus dem chinesischen «Friends»-Special rausgeschnitten. Offenbar hat China ein Problem mit seiner Homosexualität.

Riccardo Simonetti
Entertainer und Influencer Riccardo Simonetti. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ricardo Simonetti wurde in der chinesischen «Friends»-Reunion vom Staat zensiert.
  • Für die Zensoren war wohl Simonettis Umgang mit seiner Sexualität ein Problem.
  • Fans der Kult-Sitcom in China sind von der «verstümmelten» Version enttäuscht.

Seit dem Ende der Sitcom «Friends» im Jahr 2004 warten Fans auf eine Wiedervereinigung. Letztes Jahr hatte das Warten dann ein Ende: Die Reunion wurde auf Mai 2021 angekündigt, in den USA auf HBO Max und in Deutschland auf Sky.

Riccardo Simonetti als Gast bei «Friends»

Neben den altbekannten Gesichtern der weltberühmten Fernseh-Serie sind auch prominente Fans der ganzen Welt zu Gast. So auch der deutsche Entertainer Riccardo Simonetti, der seit Kindesalter ein grosser Fan von «Friends» ist.

Doch die gross erwartete Spezialfolge hatte einen fahlen Beigeschmack. In China haben Zensoren die Auftritte der Stars, die bei der kommunistischen Partei in Ungnade gefallen sind, einfach rausgeschnitten.

Auch der homosexuelle Riccardo Simonetti wurde von den Zensoren entfernt. Allem Anschein nach hatte man mit seiner Homosexualität oder mit dem offenen Umgang seiner Sexualität ein Problem. Für Fans in China ist die «verstümmelte» Version eine grosse Enttäuschung.

hbo max
«Friends» wird ebenfalls bei HBO Max zu sehen sein. - AFP/Archiv

Auch Riccardo Simonetti war sehr enttäuscht über die Zensur. Gegenüber der «Bild»-Zeitung erklärte er: «Ich bin todtraurig. Es sollte um Spass gehen und plötzlich ist es ein politisches Thema.»

Für Simonetti steht hauptsächlich die chinesische Queer-Community im Fokus: «Es tut mir vor allem für die chinesische Queer-Community leid. Dadurch wird man wiedermal daran erinnert, dass es von ihrer Regierung aus nicht okay ist zu sein, wer sie sind.»

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