Schweizer sammeln nur 45 Prozent der Bio-Abfälle

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Bern,

Eine Studie der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigt enormes Potential auf, wenn es um das separieren von biogenen Abfällen in der Schweiz geht.

1,67 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr

Weniger als die Hälfte der biogenen Abfälle werden separat entsorgt in der Schweiz.
Weniger als die Hälfte der biogenen Abfälle werden separat entsorgt in der Schweiz. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Studie zeigt, dass rund die Hälfte der biogenen Abfälle in der Schweiz separat entsorgt wird.
  • Um die Separatsammlung zu fördern, sollen Gebührenordnungen angepasst werden.

In der Schweiz könnte die Separatsammlung von biogenen Abfällen noch ausgebaut werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).
Derzeit betrage die Sammelquote gesamtschweizerisch etwa 45 Prozent. Da jedoch schon fast flächendeckend gesammelt werde, müsste der Ausbau durch die Optimierung der bestehenden Systeme auf Gemeindeebene geschehen, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Eine Optimierung der Separatsammlung biogener Abfälle, wie Abfälle pflanzlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft bezeichnet werden, durch die Gemeinden, sei auch ökonomisch sinnvoll. Dafür brauche es aber sorgfältig abgestimmte Gebührenordnungen.

Insgesamt werden in der Schweiz pro Jahr etwa 1,67 Millionen Tonnen biogene Abfälle kommunaler Herkunft produziert. Etwas weniger als die Hälfte davon, 0,77 Millionen Tonnen, werde von den Gemeinden separat gesammelt und einer Verwertung durch Kompostierung oder Vergärung zugeführt. Der Rest lande im zu verbrennenden Kehricht und mache dort mit etwa einem Drittel die grösste Abfallfraktion aus.

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