Mobbing

    Patricia Boser: «Schau mal die Pfosten» – Tränen wegen Mobbing

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Zürich,

    Patricia Boser wurde zu Beginn ihrer TV-Karriere wegen ihrer Figur verspottet. Gleichzeitig sorgte ihr Erfolg intern bei TeleZüri für Neid.

    Patricia Boser
    Patricia Boser 1999 in der von ihr moderierten Sendung «Swissdate». Hinter den Kulissen musste sie damals abwertende Kommentare über ihre Figur ertragen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Patricia Boser spricht über verletzende Erfahrungen zu Beginn ihrer TV-Karriere.
    • Hinter den Kulissen wurde abfällig über sie gesprochen.
    • Die Moderatorin sagt, die Sprüche hätten sie verletzt und zugleich stärker gemacht.

    Patricia Boser gehört seit über 30 Jahren zu den bekanntesten TV-Gesichtern der Schweiz. Doch der Anfang ihrer Karriere war alles andere als einfach.

    Im Podcast «Hanselmann & Heller» spricht die 58-Jährige offen über ihre damaligen Mobbingerfahrungen. Sie haben Boser erschüttert und sind ihr bis heute in Erinnerung geblieben.

    «Schau mal die Pfosten»

    Als Boser mit ihrer öffentlichen Karriere startete, sei sie «wirklich pummelig» gewesen, erzählt sie. Dazu komme, dass das Fernsehen die Figur zusätzlich voller erscheinen lasse.

    «Im Fernsehen bist du etwa sieben Kilo mehr», meint Boser. Hinter ihrem Rücken hätten Kollegen dann abfällig über ihre Beine gesprochen.

    «Schau mal die Pfosten», hätten Leute gesagt. Auch einen Jupe dürfe sie nicht mehr anziehen, sei intern gelästert worden.

    «Es hat mich so verletzt»

    Die Kommentare liessen die Moderatorin nicht kalt. «Ich hatte wirklich Situationen, in denen ich geweint habe», sagt Boser.

    Gleichzeitig habe sie die Erfahrungen geprägt: «Glaubt mir, es hat mich auch stark gemacht.»

    Wurdest du schon wegen deines Körpers verspottet?

    Boser betont, nie wegen ihres Aussehens ausgewählt worden zu sein. Ihr damaliger Chef Roger Schawinski (81) habe erkannt, dass sie in schwierigen Situationen nicht aufgebe.

    «Wenn das Schiff sinkt, dann krault sie weiter, dann paddelt sie», beschreibt Boser, wie Schawinski sie damals wahrnahm.

    «Schon wieder die Boser»

    Nicht nur ihr Körper war Zielscheibe. Auch ihr beruflicher Aufstieg stiess intern auf Widerstand.

    Als Schawinski ihr neben «Züri Date» auch noch die Sendung «Lifestyle» gab, habe das beim Sender ein «riesiges Politikum» ausgelöst.

    Moderatorin Patricia Boser 1999 in «Swissdate».

    «Sie hat doch schon eine Sendung. Warum muss sie jetzt noch eine haben? Schon wieder die Boser», erinnert sie sich an die Reaktionen. Unter den Kritikerinnen seien auch Moderatorinnen gewesen, die später bei grossen Sendern gearbeitet hätten.

    Boser setzte sich trotzdem durch. Seit 30 Jahren moderiert sie «Lifestyle» – und arbeitet seit 37 Jahren im Mediengeschäft.

    Ans Aufhören denkt Patricia Boser noch lange nicht, wie sie kürzlich im Interview mit Nau.ch verriet: «Ich sprühe nach wie vor Ideen und Kreativität und bin an verschiedenen Projekten dran.»

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    Kommentare

    User #2049 (nicht angemeldet)

    Sie ist die Ärmste!

    User #6362 (nicht angemeldet)

    Jesses Gott! Nei! Sie ist so hübsch!

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