Nach JSVP-Attacke um «woke Gender-WCs»: Jetzt reagiert Trauffer
JSVP-Präsident Nils Fiechter kritisierte die Unisex-Toiletten in Trauffers Erlebniswelt. Jetzt kontert der Mundart-Star in einem Video – mit einer Prise Humor.
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Das Wichtigste in Kürze
- Nils Fiechter wandte sich in einem offenen Brief an Marc Trauffer.
- Der JSVP-Chef bezeichnete das Unisex-WC in Trauffers Erlebniswelt als «woken Unsinn».
- Das lässt der Musiker nicht einfach so stehen – auf Instagram schlägt er nun zurück.
«Schluss mit diesem woken Unsinn!», tobte Nils Fiecher am 3. August auf Instagram.
Der Präsident der Jungen SVP wandte sich in einem offenen Brief an Mundart-Musiker Marc Trauffer. (47) Grund dafür? Er stört sich an den Unisex-Toiletten in dessen Erlebniswelt im Berner Oberland.
Nils Fiechter ärgert sich über «woke Gender-Toiletten»
«Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Weshalb hat es ein bodenständiger, mitten im Leben stehender Familienbetrieb im Berner Oberland nötig, ein nicht real existierendes Fantasiekonstrukt eines ‹dritten Geschlechts› zu promoten?», echauffierte sich Fiechter.
Die «Woke-Indoktrination unserer Kinder» sei «eine der grössten Gefahren für unsere Zukunft».
«Wenn unsere jüngste Generation nicht mehr weiss, dass es ausschliesslich zwei Geschlechter gibt (Mann und Frau) wird die Familie als Fundament unserer Gesellschaft auf Dauer keinen Bestand mehr haben», stänkerte der JSVP-Politiker weiter.
Trauffer soll Symbol der «halben Frau» entfernen
Er möchte Trauffer und seinem Betrieb aber nicht vorwerfen, junge Menschen indoktrinieren zu wollen. Stattdessen vermutet er, dass sich die Marketingabteilung «zu wenig kritisch mit dem woken Zeitgeist auseinandergesetzt» habe und deshalb «mit dem Strom geschwommen» sei, meinte Fiechter.
Und weiter: «Dein Team und Dein Betrieb sind fantastisch – woke Gender-Toiletten und Symbole für das dritte Geschlecht passen hingegen nicht zu Eurer Genialität.» Er bitte ihn deshalb darum, das Symbol der «halben Frau» zu entfernen.
«Übrigens, dieses WC war schon immer genau so»
Doch ob Trauffer auf die Bitte der Jungen SVP eingeht? Kaum.
In einem neuen Video reagiert der Alpen-Rocker jetzt auf den offenen Brief von Fiechter – und macht deutlich, was er davon hält.
Zusammen mit Ehefrau Brigitte gewährt er den Followern auf Instagram Einblick in seine Erlebniswelt in Hofstetten. «Aber im Moment kommen die Leute scheinbar wegen etwas ganz anderem. Die wollen alle in unseren Keller», so das Paar in dem Clip.

Was sich dort befindet? Ihre Toiletten! «Das ist anscheinend momentan das berühmteste WC der Schweiz», witzeln die beiden.
Sie wüssten zwar nicht wirklich warum, aber scheinbar interessieren sich derzeit alle für diese Toilette. Und schliesslich klärt Brigitte auf: «Übrigens, dieses WC war schon immer genau so.»
Viel Lob für Reaktion gegen «SVP-Stuss»
Daraufhin zeigt das Paar die einzelnen Kabinen. Komplett verschlossene Türen, Dusch-WCs und ein Radio – all das hat die Toilette in Trauffers Erlebniswelt zu bieten.
«Und ein Papi, der mit seiner Tochter aufs WC muss, muss nicht überlegen, ob er zu den Männern oder Frauen geht», meint Brigitte weiter. Trauffer fügt hinzu: «Das gilt auch fürs Mami, das mit ihrem Sohn aufs WC geht.»
Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der Unisex-Toiletten müssten die Frauen kaum anstehen.

Unter dem humorvollen Video sammelt sich Begeisterung. Trauffer und seine Frau erhalten jede Menge Zuspruch.
So schwärmt etwa Goalie-Legende Pascal Zuberbühler: «Ihr seid die Besten!»
Ein weiterer Kommentar lautet: «Die allerbeste Reaktion! Das WC war schon immer top. Genau das Papa-Tochter-Ding habe ich extrem geschätzt bei euch (neben allen anderen Highlights).»
Und wieder jemand anderes findet ebenso: «Super Antwort auf diesen SVP-Stuss!» «Super gekontert», meint zudem eine Person.
JSVP-Präsident Fiechter erhält Kritik
Auch unter dem Post von Nils Fiechter gab es davor schon Kritik. «Wie kann man sich an sowas stören, absolut unwichtig. Und wenn jemand froh drüber ist, völlig okay», hiess es etwa.
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