Kurt Aeschbacher ist schockiert: Eine katholische Zeitschrift wollte in letzter Minute einen Beitrag mit ihm aus dem Blatt streichen, weil er schwul ist.
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Kurt Aeschbacher fühlt sich diskriminert. - Nau.ch
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kurt Aeschbacher fühlt sich diskriminiert.
  • Eine katholische Zeitschrift will ihn nicht im Blatt haben, weil er homosexuell ist.
  • Nun wehrt er sich auf Facebook.

Schock für SRF-Urgestein Kurt Aeschbacher (71)! Nachdem er ein «harmloses» Interview über «Gott und die Welt» mit einer katholischen Zeitschrift führte, wurde der Beitrag plötzlich aus dem Blatt gestrichen.

Begründung des Verlags und des geistlichen Leiters des Heftes, Generalvikar im Bistum Chur, Andreas Fuchs: «Da Herr Aeschbacher bekennender Homosexueller ist, ist das Interview ungeeignet.»

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Kurt Aeschbacher ist nicht mehr oft am TV zu sehen. - SRF/Oscar Alessio

Dem freien Journalist, der das Interview mit dem Ex-Talkmaster führte, seien vom Katholiken-Blatt sämtliche Aufträge entzogen worden.

Kurt Aeschbacher: «Eine erstaunliche Haltung im 21. Jahrhundert»

Nun geht Aeschbi mit dem Vorfall an die Öffentlichkeit und stellt die Zeitschrift an den Facebook-Pranger. «Eine erstaunliche Haltung im 21. Jahrhundert», empört er sich.

Nachdem er drohte, diese diskriminierende Begründung öffentlich zu machen, erhielt er die Nachricht: «Die Sache ist dumm gelaufen». Man wolle das Gespräch nun doch publizieren.

Doch Aeschbi hat genug: «Ob oder nicht ist mir völlig wurst. Nicht gleichgültig ist mir jedoch, was konservative katholische Kreise über Minoritäten denken. Wie heisst es doch so schön: wer im Glashaus sitzt!»

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