Kult-Küchenchef Franz Faeh pensioniert: «Bin gottefroh»
Nach fast einem halben Jahrhundert in der Spitzengastronomie ist Schluss. Der pensionierte Spitzenkoch Franz Faeh freut sich über mehr Zeit für seine Familie.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit wenigen Tagen ist Spitzenkoch Franz Faeh pensioniert.
- Der Berner Oberländer gelang durch die SRF-Serie «Inside Gstaad Palace» zu Bekanntheit.
- Nach 49 Jahren habe er genug, er sei «gottefroh».
Franz Faeh hat seinen letzten Arbeitstag hinter sich. Der Kult-Koch aus Gstaad geht nach rund 50 Jahren in der Spitzengastronomie in Pension.
Bekannt wurde der Berner Oberländer vor allem durch die SRF-Dok-Serie «Inside Gstaad Palace». Die Zuschauerinnen und Zuschauern erhielten Einblicke in die Luxusgastronomie des Fünf-Sterne-Hotels. Nun ist für Faeh Schluss.

«Ich bin ‹gottefroh›, sagt der 65-Jährige zu seinem Schritt. «Nach 49 Jahren in diesem Business – da hast du genug», erklärt Faeh gegenüber SRF. «Ich kann auf dem Höhepunkt aufhören. Was will man mehr?»
Als pensionierter Spitzenkoch hat Faeh fortan mehr Zeit für die Familie. Dass er diese nicht immer hatte, «tat schon weh», verrät er. «Wenn du den Weg einschlägst, den ich eingeschlagen habe, besteht die Gefahr, dass man die Familie nicht als Nummer eins ansieht.»
Dem 65-Jährigen ist aber klar, was mehr Priorität hat. Seit seiner Pensionierung vor wenigen Tagen geniesst Faeh die verfügbare Zeit auch anders. «Du hast keinen Stress mehr. Man muss nicht ständig aufs Natel schauen.»
Bekanntheit ist Faeh unangenehm
Franz Faeh kochte nach seiner Lehre in Gstaad in diversen asiatischen Ländern – unter anderem für die thailändische Königsfamilie.
Nach Stationen in St. Moritz und Murten landete Franz Faeh wieder in Gstaad, wo er die letzten zehn Jahre verbrachte. Während seiner Karriere wurde er mehrmals ausgezeichnet, etwa zum «Koch des Jahres».
Durch die SRF-Serie «Inside Gstaad Palace» kennen den Oberländer hierzulande mittlerweile viele Leute. Dass ihm das nicht gerade angenehm ist, verriet Faeh im Mai im Interview mit Nau.ch. «Nach Thun oder Bern kann ich nicht gehen und auch nach Zürich nicht», sagte der Spitzenkoch damals. Leute würden ihn erkennen.













