Ein Anschlag in Berlin stürzt die Schülerin Maxi und ihren Vater in eine tiefe Krise. «Je suis Karl» mit der Schweizer Schauspielerin Luna Wedler in der Hauptrolle, erzählt davon, wie Rechtsextremismus und Radikalisierung in unserer heutigen Zeit aussehen können. Der Film feiert am Samstagabend Schweizer Premiere am 17. Zurich Film Festival (ZFF).
Luna Wedler
Luna Wedler. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Maxis (Luna Wedler) Leben zu zerbrechen droht, lernt sie den aufmerksamen Karl (Jannis Niewöhner) kennen.

Erst versteckt er Maxi vor der Presse, dann lädt er sie zu einem Treffen nach Prag ein. Er nimmt Maxi mit in eine Welt, deren Abgründe sich erst noch auftun.

Der Film lief auf der diesjährigen Berlinale und nun als Schweizer Premiere am ZFF. Bereits vorab hiess es, es könnte einer der Beiträge sein, die am meisten polarisieren. Wie werden die Menschen im Kino auf die Geschichte reagieren? Regisseur Christian Schwochow geht das Thema alles andere als subtil an - er wollte nach eigenen Angaben einen lauten Film machen.

Schon während der Recherche zur Filmreihe «Mitten in Deutschland: NSU» sei ihm aufgefallen, dass eine neue Generation von Rechten heranwachse, sagt Schwochow im Presseheft zum Film. Vor allem «durch junge, smarte Menschen mit völlig neuen Organisationsstrukturen» sei spürbare Gefahr aufgezogen.

Die Szene zeige sich «mit ihren eindeutig menschenverachtenden Parolen und Umsturzfantasien» in völlig neuem Look, sagte er weiter. Sie präsentiere sich mit «moderner Symbolik, feschen Slogans und verwirrenden Begrifflichkeiten, die ihre Absichten verschleiern».

Der Film ist mehrfach für den Deutschen Filmpreis nominiert, der am 1. Oktober verliehen wird. Am Abend zuvor startet er in den Deutschschweizer Kinos.

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