Eingefroren: Ex-Miss Whitney Toyloy zeigt ihre Eizellen
Whitney Toyloy hat ihre Eizellen einfrieren lassen. Der Weg dahin war für die frühere Miss Schweiz teuer und emotional belastend.
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Das Wichtigste in Kürze
- Whitney Toyloy hat ihre Eizellen einfrieren lassen.
- Die Ex-Miss Schweiz durchlief dafür drei Behandlungen.
- Wegen Kosten und Schweizer Rechtslage reiste sie dafür nach Spanien.
- Die Ex-Miss kritisiert, dass Single-Frauen hier keine Samenspende erhalten.
Whitney Toyloy feiert heute ihren 36. Geburtstag. Die Ex-Miss Schweiz ist Single, möchte sich ihren Kinderwunsch aber offen halten. Deshalb hat sie ihre Eizellen einfrieren lassen.
In einem Beitrag der SRF-Sendung «10 vor 10» spricht sie offen über die körperlichen, finanziellen und psychischen Belastungen des sogenannten Social Egg Freezings.
«Ich bin völlig zusammengebrochen»
Mittlerweile hat die Miss Schweiz von 2008 drei Behandlungen hinter sich. Besonders ein Versuch setzte ihr schwer zu.
«Ich bin völlig zusammengebrochen, als sie mir wenige Tage vor dem Eingriff sagten, dass ich nur drei Eizellen habe», erzählt Toyloy. «Es war schrecklich.»
Für die Behandlung musste sie sich während Wochen Hormone spritzen. Sie habe mit Übelkeit und Erschöpfung gekämpft.
«Es hat ein Vermögen gekostet und während des ganzen Prozesses ist man auf sich allein gestellt», sagt sie.
Single-Dasein machte ihr zu schaffen
Die Behandlung führte Toyloy auch ihre persönliche Situation immer wieder vor Augen.
«Ich musste ständig daran denken, dass ich Single bin, dass ich keinen Partner habe», erzählt die Waadtländerin. Das habe ihr ziemlich zugesetzt. «Für mich war das wirklich furchtbar, es war hart.»

Auch finanziell ist Social Egg Freezing eine grosse Belastung. Ein Behandlungszyklus kostet in der Schweiz laut SRF rund 5500 bis 9000 Franken.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, wenn die Eizellen aus persönlichen und nicht aus medizinischen Gründen eingefroren werden.
Toyloy kritisiert Schweizer Regelung
Toyloy könnte ihren Kinderwunsch später mithilfe einer Samenspende erfüllen. Als alleinstehende Frau ist ihr dies in der Schweiz derzeit jedoch nicht erlaubt.
«Wenn man als Frau ohne Partner ist und Kinder haben möchte, hat man nicht das Recht dazu», kritisiert sie. In Spanien sei dies dagegen möglich.
Die geltende Regelung nerve sie. Heterosexuelle und homosexuelle Paare dürften Kinder bekommen, eine alleinstehende Frau jedoch nicht.
«Ich glaube aber, dass es viele Frauen gibt, die durchaus in der Lage sind, ein Kind alleine grosszuziehen», sagt Toyloy.
Für sie gehe es auch um die Selbstbestimmung der Frauen. «Es werden Entscheidungen für uns getroffen und genau das stört mich.»
Ex-Miss reiste nach Barcelona
Wegen der hohen Kosten und der rechtlichen Einschränkungen liess Toyloy weitere Behandlungen in Spanien durchführen.
Im Beitrag zeigt die Ex-Miss Aufnahmen aus einer Klinik in Barcelona. Auf einem Bildschirm sind ihre eingefrorenen Eizellen zu sehen.

«Das sind meine Eizellen», sagt Toyloy. Dann bezeichnet sie diese auf Englisch liebevoll als «my babies» – meine Babys.
Ob sie die Eizellen eines Tages tatsächlich verwenden und Mutter werden wird, ist offen. Mit dem Social Egg Freezing hat sie sich diese Möglichkeit zumindest erhalten.
Whitney Toyloy wurde mit 18 Jahren Miss
Whitney Toyloy wurde 2008 im Alter von 18 Jahren zur Miss Schweiz gewählt. Ein Jahr später vertrat sie die Schweiz bei der Miss-Universe-Wahl und schaffte es unter die besten zehn Teilnehmerinnen.

Auch ihr Liebesleben sorgte immer wieder für Schlagzeilen. Toyloy war unter anderem mit dem Lausanner Fussballer Guillaume Katz und später drei Jahre mit einem Filmstudenten namens Johann liiert.
Heute ist die Ex-Miss Single.












