Wegen hohen Kosten: Studierende sparen beim Essen und der Hygiene

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Lausanne,

    Lebensmittel, Wohnen und ÖV belasten viele Studierende stark. Fast zwei Drittel könnten eine unerwartete Rechnung von 1000 Franken nicht bezahlen.

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    Die finanzielle Lage vieler Studierender ist angespannt. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viele Studierende der Universität Lausanne stehen finanziell unter Druck.
    • Über ein Drittel spart aus Geldmangel bei Lebensmitteln oder Hygieneartikeln.
    • Mehr als ein Viertel verzichtete schon auf medizinische Behandlungen.

    Viele Studierende der Universität Lausanne geraten finanziell unter Druck.

    Eine einer Umfrage des Dachverbands der Studierendenorganisationen unter mehr als 2500 Studierenden ergab: Mehr als ein Drittel verzichtet aus Geldmangel auf Lebensmittel oder Hygieneartikel.

    Mehr als ein Viertel liess zudem schon medizinische Behandlungen aus Kostengründen ausfallen.

    Studierende sparen bei Essen und Hygiene

    Auch im Alltag müssen viele sparen. Fast zwei Drittel der Befragten reduzieren Freizeitaktivitäten.

    Knapp die Hälfte würde eine unerwartete Rechnung von 500 Franken in Schwierigkeiten bringen. Bei 1000 Franken könnten fast zwei Drittel die Rechnung nicht bezahlen.

    Charlotte überlegt sich Ausgehen zweimal

    Zwei Studierende bestätigen gegenüber RTS die Belastung. Charlotte, Studentin der Sozial- und Politikwissenschaften, nennt vor allem Lebensmittel, Wohnen, Internet und öffentlichen Verkehr als Kostentreiber.

    «Man überlegt es sich zweimal, bevor man ausgeht», sagt Charlotte.

    Filipe, ebenfalls Student der Sozial- und Politikwissenschaften, sagt, er lasse manchmal das Mittagessen ausfallen, um Geld zu sparen.

    Universität baut Beratung aus

    Die Sozialberatungsstelle der Universität Lausanne spürt die Entwicklung bereits. Noch vor Semesterbeginn gingen rund 400 Gesuche um finanzielle Unterstützung ein.

    Hattest du während Ihrer Ausbildung oder Ihres Studiums schon einmal Mühe, die wichtigsten Ausgaben zu bezahlen?

    Die Universität hat deshalb ihr Angebot mit zusätzlichen Beratungsleistungen ausgebaut. Geplant sind auch Workshops zu Budgetplanung und Finanzfragen.

    Kommentare

    User #3541 (nicht angemeldet)

    Was soll das denn heissen - bei der Hygiene sparen? Ein Stück Seife gibt es sehr günstig. Waschmittel dito. Es besteht wirklich keine Notwendigkeit zu stinken. Ach, Tampons sind natürlich extrem teuer. ; )

    _b

    "ausgang"? Als teilzeitstudierender hat mancher jahrelang tagsueber gearbeitet und abends sowie jedes wochenende gelernt (sofern dann kein unterricht). natuerlich hat man sich zwischendurch auch etwas erholung gegoennt. aber alles immer in einklang mit budget und vor allem zeit. zum jammern blieb auch keine zeit...

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