Wegen hohen Kosten: Studierende sparen beim Essen und der Hygiene
Lebensmittel, Wohnen und ÖV belasten viele Studierende stark. Fast zwei Drittel könnten eine unerwartete Rechnung von 1000 Franken nicht bezahlen.

Das Wichtigste in Kürze
- Viele Studierende der Universität Lausanne stehen finanziell unter Druck.
- Über ein Drittel spart aus Geldmangel bei Lebensmitteln oder Hygieneartikeln.
- Mehr als ein Viertel verzichtete schon auf medizinische Behandlungen.
Viele Studierende der Universität Lausanne geraten finanziell unter Druck.
Eine einer Umfrage des Dachverbands der Studierendenorganisationen unter mehr als 2500 Studierenden ergab: Mehr als ein Drittel verzichtet aus Geldmangel auf Lebensmittel oder Hygieneartikel.
Mehr als ein Viertel liess zudem schon medizinische Behandlungen aus Kostengründen ausfallen.
Studierende sparen bei Essen und Hygiene
Auch im Alltag müssen viele sparen. Fast zwei Drittel der Befragten reduzieren Freizeitaktivitäten.
Knapp die Hälfte würde eine unerwartete Rechnung von 500 Franken in Schwierigkeiten bringen. Bei 1000 Franken könnten fast zwei Drittel die Rechnung nicht bezahlen.
Charlotte überlegt sich Ausgehen zweimal
Zwei Studierende bestätigen gegenüber RTS die Belastung. Charlotte, Studentin der Sozial- und Politikwissenschaften, nennt vor allem Lebensmittel, Wohnen, Internet und öffentlichen Verkehr als Kostentreiber.
«Man überlegt es sich zweimal, bevor man ausgeht», sagt Charlotte.
Filipe, ebenfalls Student der Sozial- und Politikwissenschaften, sagt, er lasse manchmal das Mittagessen ausfallen, um Geld zu sparen.
Universität baut Beratung aus
Die Sozialberatungsstelle der Universität Lausanne spürt die Entwicklung bereits. Noch vor Semesterbeginn gingen rund 400 Gesuche um finanzielle Unterstützung ein.
Die Universität hat deshalb ihr Angebot mit zusätzlichen Beratungsleistungen ausgebaut. Geplant sind auch Workshops zu Budgetplanung und Finanzfragen.














