Zürich bewilligt für die Beschaffung von CO2-Zertifikaten für die Jahre 2022 bs 2025 gebundene Ausgaben in der Höhe von 23,072 Millionen.
Zürcher Rathausbrücke
Die Rathausbrücke in Zürich. - Keystone

Der Stadtrat hat für die Beschaffung von CO2-Zertifikaten durch Entsorgung und Recycling Zürich für die Jahre 2022 bs 2025 gebundene Ausgaben in der Höhe von 23,072 Millionen Franken bewilligt.

Das CO2-Gesetz und die dazugehörige Verordnung verpflichten bestimmte Unternehmen, am Handel mit CO2-Zertifikaten teilzunehmen. Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) ist ein solches Unternehmen, da es zur Wärmeproduktion für die Fernwärme neben den CO2- neutralen Brennstoffen Abfall und Holz auch Erdgas sowie als Ausweichbrennstoff Heizöl einsetzt.

Erstmals nahm ERZ in den Jahren 2014 bis 2020 am Emissionshandel teil. Damals kostete ein Zertifikat rund 5 Euro. Mittlerweile ist der Preis auf 75 Euro pro Zertifikat gestiegen.

Ohne Erdgas und Erdöl

Die Kostensteigerung soll einen Lenkungseffekt auf die beteiligten Unternehmen haben, indem es mit der Zeit immer teurer wird, CO2 auszustossen.

Der fossile Anteil im Energiemix der Fernwärme steigt nach der Stilllegung der Kehrichtverwertungsanlage Josefstrasse von 20 Prozent auf vorübergehend rund 30 Prozent an.

ERZ hat jedoch die Weichen gestellt, um künftig ohne Erdgas und Erdöl auszukommen: Mit der geplanten dritten Verbrennungslinie in der Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz, zusätzlichen Holzheizkapazitäten sowie weiteren grossen Wärmespeichern wird es möglich sein, die Fernwärmeversorgung spätestens ab 2040 CO2-neutral zu betreiben.

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