Angst

    Stadtzürcher Stimmberechtigte haben keine Angst vor Schatten

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Zürich,

    In der Stadt Zürich gibt es keine weitere Einschränkung für das Bauen in Seenähe. Die Stimmberechtigten haben die Besonnungs-Initiative mit 57,8 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Diese wollte die Grünflächen am Seeufer vor dem Schattenwurf von Grossprojekten schützen.

    schatten
    Ein Schatten (Symbolbild) - Pexels

    Eine Mehrheit von 71'209 Stimmberechtigten sagte Nein zu dem Vorstoss, 52'013 sagten Ja. Die Stimmbeteiligung lag bei 55,1 Prozent.

    Die Initianten wollten Neubauten verhindern, die Schatten auf öffentliche Grünflächen werfen. Sie sehen den kostbaren Erholungsraum durch grosse Bauprojekte bedroht und verlangten daher eine Beschränkung der maximalen Gebäudehöhe gemäss dem aktuellen Baubestand. Die Gemeindeordnung sollte entsprechend geändert werden.

    Stadtrat und die Mehrheit des Gemeinderats hatten die Initiative abgelehnt. Sie befürchteten, dass die Initiative zu Unsicherheiten und Rechtsstreitigkeiten führen werde. Die Baumöglichkeiten am Seeufer sind bereits heute durch die Bau- und Zonenordnung stark eingeschränkt, so ein weiteres Argument gegen den Vorstoss.

    Bereits bewilligte Bauprojekte, wie die Überbauung auf dem Areal der Franz-Garage, hätte die Initiative nicht mehr verhindern können. Und auch auf die Seilbahn, die die Zürcher Kantonalbank anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums geplant hatte, hätte sie keinen unmittelbaren Einfluss, weil für dieses Projekt gar nicht die Stadt sondern der Kanton zuständig ist.

    Mit grosser Mehrheit sagten die Stimmberechtigen dagegen Ja zur zweiten Stadtzürcher Vorlage, den Neubau der Wache Nord für den 24-Stunden-Betrieb von Feuerwehr und Rettungsdienst. Ausserdem wird dort die zentrale Einsatzlogistik mit der Materialverwaltung von Schutz & Rettung untergebracht. Miliz- und Berufsfeuerwehr können so noch enger zusammenarbeiten.

    Der Ja-Stimmenanteil betrug 91,8 Prozent. 116'215 Stimmberechtigte sprachen sich für den Kredit aus, nur 10'403 lehnten ihn ab.

    Die Stimmberechtigten genehmigten damit einen Objektkredit in Höhe von 107 Millionen Franken für den Bau an der Binzmühlenstrasse 156 in Oerlikon. 6,7 Millionen Franken davon sind für die Sanierung der Altlasten des Baugrunds und Abbrucharbeiten vorgesehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    SBB
    410 Interaktionen
    «Zu faul»
    Proteste
    61 Interaktionen
    Geheimdienst prüft

    MEHR ANGST

    mailand proteste
    1 Interaktionen
    «Wir hatten Angst»
    4 Interaktionen
    Sanaa
    Beni Durrer
    512 Interaktionen
    Auswanderer
    35 Interaktionen
    Winterthur ZH

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    10 Interaktionen
    Zürich
    Kanton Zürich
    Kanton Zürich
    teaser
    62 Interaktionen
    «Gipfel aller Fakes»