Damit Zürcher Landwirte beim Mähen keine Rehkitze töten, bieten die Jäger ihre Hilfe nun flächendeckend im Kanton an.
Drohne
Drohne (Symbolbild) - dpa

Der Zürcher Bauernverband (ZBV) ist mit den fünf Jagdbezirken eine entsprechende Vereinbarung eingegangen. Er wird einen jährlichen Pauschalbetrag an die Drohnenpiloten der Jagdvereine leisten, wie der Verband am Mittwoch, 25. Mai 2022, mitteilte.

Im Mai und Juni – gerade zur Setzzeit der Rehe – würden vielerorts die Wiesen gemäht, schreibt der ZBV in seiner Mitteilung. Dabei würden immer wieder Rehkitze den Mähtod erleiden. Dies sei «neben dem Tierleid auch für den Landwirt eine belastende Erfahrung, die es zu vermeiden gilt».

Landwirte, die vor dem Mähen einen Drohnenflug wünschen, müssen sich gemäss Mitteilung frühzeitig bei den Jagdgesellschaften melden. Denn es ist eine gute Planung nötig, da nur ein sehr kleines Zeitfenster zur Verfügung steht: Die Überflüge sind nur vor Sonnenaufgang möglich. Danach wärmt sich die Umgebung auf – und die Rehkitze zeichnen sich auf der Wärmebildkamera nicht mehr speziell ab.

«Der Zürcher Bauernverband freut sich zusammen mit den Jagdgesellschaften, über möglichst viele gerettete Rehkitze und verfolgt die Entwicklung in diesem Projekt», schreibt er in seiner Mitteilung.

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