Die Zuger Polizei und die Stadt Zug starten eine gemeinsame Aktion, um Ruhe, Ordnung und Sicherheit in öffentlichen Anlagen der Stadt Zug aufrechtzuerhalten.
Zuger Polizei
Links: Michael Metzger, Chef Regionenpolizei. Rechts: Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher Soziales, Umwelt und Sicherheit (SUS). - Zuger Polizei

Ziel ist es, die Bevölkerung und Jugendliche auf das Thema aufmerksam zu machen und sie zu einem rücksichtsvolleren Denken und Handeln zu bewegen. Im Fokus ist insbesondere die Seeuferzone.

Gerade in den wärmeren Jahreszeiten bleiben dort Abfälle vielerorts am Boden liegen und es kommt häufiger zu Lärmklagen von Anwohnerinnen und Anwohnern. In den vergangenen Wochen sind zudem verschiedene öffentliche WC-Anlage mehrfach beschädigt worden.

Als Sofortmassnahme hat die Stadt Zug entschieden, die städtischen WC-Anlagen an der Weststrasse, bei der Katastrophenbucht und beim Siehbach ab 23:00 Uhr während der Nacht zu schliessen. Diese Probleme – vor allem an häufig frequentierten Plätzen in der Stadt Zug wie beispielsweise entlang der Seepromenade – sind nicht neu.

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Restaurant- und Barschliessungen haben sie sich jedoch tendenziell verstärkt. Deshalb haben die Zuger Polizei und die Stadt Zug gemeinsam entschieden, die polizeiliche Präsenz zu erhöhen.

Öffentliche Plätze sauber halten

Die Zuger Polizei wird bis im Oktober 2021 vermehrt Kontrollen uniformiert und teilweise auch zivil durchführen und den Dialog mit Personen suchen, welche sich nicht an die Regeln halten. «Wir wollen mit möglich wenig repressivem Einschreiten aufzeigen, dass alle einen Beitrag für eine geordnete Nutzung des öffentlichen Raums leisten müssen.

Schliesslich schätzen wir es alle, wenn öffentliche Plätze sauber und sicher sind sowie Infrastrukturen wie öffentliche WC -Anlagen intakt bleiben», erklärt Einsatzleiter und Chef der Regionenpolizei Michael Metzger von der Zuger Polizei. Auch für die Stadt Zug ist es wichtig, dass das Naherholungsgebiet am Seeufer sauber und sicher ist.

Die Stadt Zug unterstützt deshalb die Aktion der Zuger Polizei mit einer Informationskampagne. «Am Seeufer befinden sich jeden Tag jüngere und ältere Personen, weshalb es teilweise zu Interessenskonflikten zwischen den Generationen kommt», erläutert Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher Soziales, Umwelt und Sicherheit (SUS), «ein rücksichtsvoller gegenseitiger Umgang ist darum sehr wünschenswert.»

Weitere Massnahmen der Stadt Zug

Die Situation am Seeufer zwang die Stadt Zug neben der Schliessung der WC-Anlagen weitere Massnahmen zu ergreifen. So werden die WC-Anlagen durch Sicherheitspersonal der Zuger Polizei sowie durch Mitarbeitende von privaten Sicherheitsfirmen kontrolliert, um weitere Vandalenakte zu verhindern.

Zudem werden bei der WC-Anlage in der Katastrophenbucht in der zweiten Jahreshälfte die WC-Kabinen durch eine robustere Version ersetzt. Im Weiteren hat der Werkhof der Stadt Zug 18 zusätzliche grosse Abfallbehälter entlang der Seeuferzone aufgestellt, damit genügend Abfall-Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Mit speziellen Abfallsäcken Littering verhindern

Die Stadt Zug lanciert einen speziellen 17-Liter-Abfallsack im Design der Anti-Littering-Kampagne, die Ende April 2021 vom Kanton Zug, den Zuger Gemeinden sowie dem Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen Zeba gemeinsam gestartet worden war. In Gesprächen mit Nutzerinnen und Nutzer der Seepromenade werden Einsatzkräfte der Zuger Polizei diese Abfallsäcke abgeben und darauf hinwirken, dass nach Verlassen der Örtlichkeit der Abfall darin gesammelt und in den Abfallbehältern entsorgt wird.

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