Kanton Zug verzeichnete 2025 deutlich mehr Konkurse
Die Zahl der Konkurseröffnungen im Kanton Zug ist 2025 stark gestiegen. Hauptgrund ist eine Gesetzesänderung, die öffentlich-rechtliche Forderungen neu dem Konkursverfahren unterstellt.

Beim Konkursamt Zug gingen 2025 insgesamt 1012 Konkurseröffnungen ein. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr (822), wie die Zuger Volkswirtschaftsdirektion am Donnerstag bekanntgab. Besonders stark nahmen die Konkurse nach Betreibungen zu, ausgelöst durch eine Gesetzesänderung, die am 1. Januar 2025 in Kraft trat.
Die Konkurse wegen Organisationsmängeln gingen laut Communiqué auf 401 Fälle leicht zurück (Vorjahr: 418). Ein solcher liegt vor, wenn die Verwaltung, Vertretung oder Revision einer Firma nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht und dies zu einer Liquidation führen kann. Auch ein fehlendes oder falsches Rechtsdomizil gilt als Organisationsmangel, wie es im Communiqué hiess. Auch die Zahl der ausgeschlagenen Erbschaften ging leicht zurück, von 60 im Vorjahr auf 56 im 2025.
An die Gläubiger wurden rund 11,8 Millionen Franken ausbezahlt. Die Verlustsumme stieg stark auf fast 607 Millionen Franken, was vor allem auf einen einzelnen Verlustschein von 400 Millionen Franken zurückzuführen ist, wie es hiess.






