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    Stadtwerk Winterthur soll 9,35 Millionen Franken an Stadt abliefern

    Das Stadtwerk Winterthur soll im kommenden Jahr 9,35 Millionen Franken an die Stadt abliefern. Der Stadtrat beantragt die tiefste Abschöpfung.

    Schweizer Franken
    Für 2026 erwarten die meisten Kantone ein Defizit, wobei einige bereits Sparprogramme umgesetzt haben oder planen, während andere Steuererleichterungen ins Auge fassen. (Symbolbild) - dpa

    Die Stadtwerke Winterthur werden im kommenden Jahr einen Betrag von 9,35 Millionen Franken an die Stadt überweisen. Wegen hoher Preisrisiken im Strom- und Gashandel beantragt der Stadtrat die tiefste Abschöpfung seit mehreren Jahren, wie er am Freitag mitteilte.

    Für das laufende Jahr hatte der Stadtrat die Vergütung von Stadtwerk Winterthur an den Steuerhaushalt noch auf 9,5 Millionen Franken veranschlagt. In den Jahren davor beantragte er jeweils Vergütungen von über zehn Millionen Franken; 2022 noch 14,7 Millionen Franken.

    Die Vergütung an die Stadtkasse legt der Stadtrat jeweils in Prozent des Betriebsertrags fest. Bei Wasserversorgung, Kehrichtverwertung und Abwasserreinigung dürfen dabei wegen des übergeordneten Rechts gar keine Vergütungen erfolgen.

    Bei den drei Bereichen Gas- und Stromhandel sowie Energie-Contracting verzichtet der Stadtrat freiwillig auf eine Abschöpfung.

    «Die Energiepreise für Gas und Strom befinden sich weiterhin auf sehr hohem Niveau», begründet er dies. Stadtwerk Winterthur sehe sich weiterhin mit hohen Beschaffungskosten konfrontiert. Und wegen Investitionen bliebe die Betriebsreserve im Geschäftsfeld Energie-Contracting negativ, eine Vergütung sei nicht vertretbar.

    Stadtrat plant unterschiedliche Vergütungsstrategien für Gas, Fernwärme und Stromnetz

    Beim Eigenwirtschaftsbetrieb Verteilung Gas will der Stadtrat hingegen an der maximal möglichen Vergütung von 30 Prozent des Betriebsergebnisses festhalten. Dies, obwohl mit der Stilllegung von Gasleistungen ein negatives Ergebnis erwartet wird.

    Es soll ein zu starkes Abnehmen der Stadtwerk-Vergütung an die Stadt verhindert werden, heisst es dazu in der Mitteilung. Zudem hätten sich die Betriebsreserven im Gasnetz in den vergangenen Jahren erhöht.

    Im Bereich Fernwärme will der Stadtrat zehn Prozent des Betriebsertrages abschöpfen. Er weise zwar wegen der Investitionen der Vergangenheit eine eher geringe Eigenkapitalquote auf, doch werde ein positives Nettoergebnis erwartet. Die Vergütung im Bereich Stromnetz ist bundesrechtlich geregelt; der Stadtrat rechnet hier mit einem Betrag von 5,5 Millionen Franken.

    Wie hoch die Vergütung von Stadtwerk Winterthur an den Steuerhaushalt im kommenden Jahr ausfällt, kann von den beantragten 9,35 Millionen Franken noch abweichen. Die effektive Höhe wird erst festgelegt, wenn die Betriebserträge mit dem Abschluss für das Geschäftsjahr 2024 vorliegen.

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