Siegerprojekt für Bahnhof Grüze steht fest
Der Siegerentwurf für den Stadtraum Bahnhof Grüze in Winterthur sieht grüne Plätze und eine Velounterführung mit 500 Abstellplätzen vor.

Wie die Stadt Winterthur berichtet, erlebt das Gebiet um den Bahnhof Grüze einen Aufbruch. Rund 1000 Einwohnende und 1500 Arbeitsplätze werden bis 2040 allein im engeren Bahnhofsumfeld Platz finden.
Wie die Verkehrsflächen und öffentlichen Räume qualitätsvoll und funktional gestaltet werden können, untersuchte der Studienauftrag Stadtraum Bahnhof Grüze.
Namen hatten sie schon, nun bekommen sie ein Gesicht: die Strassen und Plätze um den Bahnhof Grüze. Wie die Katharina-Hardy-Strasse, der Heidi-Bucher-Platz und der Bahnhofplatz Nord aussehen könnten, zeigt der Siegerentwurf des Studienauftrags Stadtraum Bahnhof Grüze, den die Stadt Winterthur zusammen mit der SBB durchgeführt hat.
Der Entwurf «Brücken Schlagen» des Teams um das Zürcher Studie BÖE (mit Hosaya Schäfer Architects und B + S AG) wird von der Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.
Klimafitte Bahnhofsplätze und eine Velounterführung mit 500 Abstellplätzen
Die neuen Bahnhofsplätze sind beide augenfällig grün, aber sehr unterschiedlich in der Gestaltung. Für den Heidi-Bucher-Platz sind zahlreiche Baumpflanzungen vorgesehen. Unterschiedlich gestaltete Oberflächen, davon viele sickerfähig, bilden einen «Teppich».
Er hebt den Platz ab von den Verkehrsflächen, wie der Katharina-Hardy-Strasse, und lädt zum Verweilen ein. Der Bahnhofplatz Nord ist topografisch abgesenkt und terrassenförmig angelegt. So tritt der Eingang zur neuen, verbreiterten Unterführung markant in Erscheinung.
Die neue, gut belichtete Velounterführung, welche die bestehende Fussgängerunterführung erweitert, ist nicht nur Bahnzugang, sondern auch grosszügige Quartierverbindung und Bahnunterquerung auf der Veloroute nach Hegi. Zugleich bietet sie gedeckte Abstellplätze für rund 500 Velos in direkter Perronnähe.
Nächste Schritte
Der Siegerentwurf wird nun durch Stadt, SBB und Siegerteam über- und weiterbearbeitet. Dann wird auch eine erste Kostenschätzung möglich sein. Für die Realisierung sind namhafte finanzielle Beiträge durch Bund (SBB und Agglomerationsprogramm) zu erwarten.
Alle drei Beiträge des Studienauftrags werden von 29. Juni bis 10. Juli 2026 im Eingang des Superblocks ausgestellt.






