Ärger wegen «trostloser Bepflanzung» in Winterthur
Die eintönige Bepflanzung vor dem Stadthaus in Winterthur sorgt für rote Köpfe. Laut den Behörden hat das einen bestimmten Grund.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Bepflanzung vor dem Stadthaus in Winterthur sorgt für Diskussionen.
- Statt bunter Blumenpracht spriesst es in den Rabatten lediglich grün.
- Die Kritik kommt für den Stadtrat wenig überraschend.
So ehrwürdig wie das Stadthaus, so war in den vergangenen Jahren auch die Bepflanzung vor dem architektonischen Meisterwerk. «Ein Aushängeschild der Gartenstadt Winterthur», findet Angela Heuser zur Flora.
Die Bürgerin von Winterthur besucht regelmässig Konzerte des Musikkollegiums im Stadthaus. Doch anders als bei der Musik bereitet ihr das Bild vor dem Stadthaus keine Freude.
Statt bunter Blumenpracht spriesst es in den Rabatten lediglich grün. «Wird jetzt gespart oder was ist der Grund dieser trostlosen Bepflanzung, welche überhaupt nicht vor ein Stadthaus gehört?», so Heuser.

Sie wünscht sich die alte Blumenlandschaft zurück. «Das Stadthaus ist für mich ein Aushängeschild der Stadt, die von vielen Besuchern aus der Schweiz und dem Ausland fotografiert wird und als Erinnerung viel Beachtung findet», sagt Heuser.
Die Kritik kommt für Stadtrat Stefan Fritschi nicht überraschend. Mit der Umstellung auf eine mehrjährige Bepflanzung (früher wurden die Rabatten zweimal im Jahr bepflanzt) habe er damit gerechnet, wie er auf Anfrage sagt.

«Die repräsentative Fläche soll einen ganzjährigen hohen Zierwert bieten. Dafür wird auf eine Mischung aus Zierstauden gesetzt, die mit einheimischen Stauden ergänzt wird. Die Neugestaltung der Rabatten entspricht der Strategie von Stadtgrün, ansprechende Gestaltung und Senkung des Ressourcenverbrauchs optimal miteinander zu vereinen», so Fritschi.
So würde weniger Wasser verbraucht und die Dünge- und Pflanzenschutzmassnahmen fallen weg. Ein wenig bunter wird es dennoch.
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.








