Alberswil

    Alberswil LU: Vortrag zum 125. Geburtsjahr von Ernst Brunner

    Museum Burgrain
    Museum Burgrain

    Hinterland,

    Im Schweizerischen Agrarmuseum Burgrain in Alberswil LU spricht Fabienne Lüthi am Samstag, 31. Oktober 2026, über Leben und Werk des Fotografen Ernst Brunner.

    Ein Teil der Ausstellung bei der Neueröffnung des Schweizerischen Agrarmuseums Burgrain im Juni 2021. (Archivbild)
    Ein Teil der Ausstellung bei der Neueröffnung des Schweizerischen Agrarmuseums Burgrain im Juni 2021. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Der Fotograf Ernst Brunner wurde 1901 im zürcherischen Mettmenstetten geboren. Den Grossteil seines Lebens verbrachte er allerdings in Luzern. Hier wohnte er nicht nur, hier arbeitete und wirkte er – als Fotograf und Bauernhausforscher. Den Luzerner Bauernhäusern fühlte er sich besonders verbunden. Jahrzehntelang erforschte und inventarisierte er sie und setzte sich für den Erhalt bäuerlicher Wohn- und Arbeitskulturen im Kanton ein. Als Fotograf bereiste er die ganze Schweiz und hielt Leben und Alltag für illustrierte Zeitschriften fest.

    Dieses Jahr erinnert das Agrarmuseum Burgrain mit zwei Veranstaltungen an das Leben und Werk von Brunner. Dies hat zwei Gründe: Zum einen gehörte Ernst Brunner zu den frühen Initianten, deren Tätigkeiten in der Luzerner Bauernhausforschung zur Gründung des Museums in den 1970er Jahren führten. Zum anderen war die bäuerliche Welt, die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg einen fundamentalen Wandel erfuhr, eines seiner zentralen fotografischen Sujets. Er dokumentierte den Alltag und die Arbeitsabläufe der damaligen ländlichen Gesellschaften mit dem Ziel, diese verschwindenden Lebensweisen festzuhalten. Seine Bilder begleiten die interaktive Hauptausstellung «Wer ist Landwirtschaft?» im Agrarmuseum und geben lebendige Einblicke in die Geschichte der Landwirtschaft in der Schweiz.

    Nachdem im vergangenen Mai im Rahmen der Köhlertage auf dem Burgrain Brunners Fotoserie «100 Bilder eines Kohlenmeilers im Entlebuch» vorgestellt worden war, wird nun am Samstag, 31. Oktober 2026, zwischen 13.45 und 15.00 Uhr anlässlich seines 125. Geburtsjahres in einem Vortrag sein Leben und Werk anhand verschiedener Bildserien in den Blick genommen.

    Beide Male ist Fabienne Lüthi die Referentin. Die Kulturwissenschaftlerin von der Universität Basel setzt sich in ihrer Dissertation mit der Fotosammlung von Ernst Brunner im Archiv der Empirischen Kulturwissenschaft Schweiz auseinander und nimmt das Werk des Fotografen an der Schnittstelle zwischen Analog und Digital in den Blick.

    Der Anlass wird unterstützt von Empirische Kulturwissenschaften Schweiz (EKWS), Fachstelle audiovisuelles Kulturgut Kanton Luzern und Denkmalpflege Luzern.

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