Innerhalb von zwei Monaten haben über 800 Stimmberechtigte die von den Grünen und der SP lancierte Wohninitiative in Wetzikon unterzeichnet.
Wetzikon
Wohninitiative Wetzikon. - Grüne Wetzikon

Innerhalb von zwei Monaten unterschrieben mehr als 800 Stimmberechtigte die von SP und GP gemeinsam lancierte Volksinitiative. Kaspar Spörri (GP) und Brigitte Meier Hitz (SP) vom Initiativekomitee überreichten am Freitag, 8. April 22 im Stadthaus die gesammelten Unterschriften Stadtpräsident Ruedi Rüfenacht.

Die Initiative will den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern. Die Stadt soll sich dafür einsetzen, dass die Anzahl an Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete zunimmt. «So einfach war es noch nie, in Wetzikon Unterschriften zu sammeln», sagt Brigitte Meier Hitz.

Genügend Unterschriften bereits nach sechs Wochen gesammelt

Zu hohe Mieten wären in Wetzikon laut dem Initiativkomitee ein in der Bevölkerung anerkanntes Problem. «Mit der Wohninitiative haben wir einen wunden Punkt getroffen», meint Kaspar Spörri. So sei es laut Spörri nicht verwunderlich, dass die erforderlichen 500 Unterschriften bereits in sechs Wochen zusammen waren.

Wetzikon wächst schnell. Hohen Mieten können für Familien mit Kindern, für Bevölkerungsgruppen mit tieferen Einkommen und ältere Personen oft eine grosse finanzielle Belastung sein.

Laut Initiativkomitee sollen neue Wohnüberbauungen sozial- und umweltverträglich gestaltet werden, ein gewisser Anteil an bezahlbarem Wohnraum soll zudem garantiert sein. «Wir wollen in einer Stadt leben, die nachhaltigen Wohnraum schafft, und das für alle Bevölkerungsschichten, nicht nur für Privilegierte», so die Initiantinnen und Initianten. Dies würde letztlich auch die Sozialkosten der Stadt Wetzikon entlasten.

Genossenschaftliche Wohnungen längerfristig bis zu 25 Prozent günstiger

Die Volksinitiative «Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon» will den preisgünstigen und ökologisch nachhaltigen Wohnungsbau fördern. Heute beträgt der Anteil genossenschaftlicher Mietwohnungen an allen vermieteten Wohnungen in Wetzikon etwa 10.3 Prozent.

Ziel der Initiative ist ein Anteil von einem Fünftel an Mietwohnungen, die zu fairen Bedingungen vermietet werden. Wird die Initiative umgesetzt, würden diese Wohnungen zu kostendeckenden Mieten angeboten und wären der Spekulation entzogen. Sie wären zudem längerfristig bis zu 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen.

Der Stadtrat hat nun drei Monate Zeit, die Unterschriften zu prüfen und muss innerhalb der nächsten sechs Monaten über die Rechtmässigkeit der Initiative entscheiden.

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