Technische Kettenreaktion legte Stromversorgung lahm
Ein Erdschluss auf einer Freileitung löste den Stromunterbruch in der Stadt Bischofszell aus. Rund 300 Haushalte waren rund drei bis sechs Stunden ohne Strom.

Wie die Stadt Bischofszell berichtet, konnten am Tag nach dem Stromunterbruch in Bischofszell und Umgebung konnte die Ursache des Ereignisses ermittelt werden. Die Störung war auf eine Verkettung mehrerer technischer Faktoren zurückzuführen.
Ein sogenannter Erdschluss löste eine Kettenreaktion aus, in deren Folge insgesamt fünf Trafostationen tangiert wurden. Vom Stromunterbruch betroffen waren rund 300 Haushalte im westlichen Gemeindegebiet von Bischofszell sowie in verschiedenen Weilern.
Die Stromversorgung war am Mittwochnachmittag bis in die Abendstunden hinein während drei bis sechs Stunden unterbrochen.
Erdschluss als Ursache identifiziert
Spezialisten des Energiedienstleisters EKZ aus Zürich unterstützten am Donnerstag die Technischen Betriebe Bischofszell bei der Ursachenanalyse. Als Auslöser konnte ein Erdschluss auf einer Freileitung zwischen Eberswil und Leutswil identifiziert werden, der letztlich fünf Trafostationen ausser Betrieb setzte.
In Leutswil erstellen die Technischen Betriebe Bischofszell (TGB) in Zusammenarbeit mit der EKT bis spätestens Freitag ein Provisorium zur Sicherstellung der Versorgung.
Im Rahmen der in den kommenden Jahren geplanten Investitionen ins Stromnetz wird geprüft, die betroffene Freileitung zumindest teilweise in eine bereits bestehende Rohranlage zu verlegen. Die TGB werden hierzu die notwendigen Abklärungen und Projektarbeiten einleiten.
Trafostationen wieder in Betrieb
Bereits am Donnerstag konnten die Trafostationen Tobel (Coop), Weidstrasse und Waldhof wieder in den Betrieb überführt werden. Diese waren in den vergangenen 24 Stunden mit Notstromaggregaten versorgt worden.
Die TGB werden auch in den kommenden Wochen mit Reparatur- und Optimierungsarbeiten an den betroffenen Anlagen beschäftigt sein. Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine Angaben zum finanziellen Schaden gemacht werden.
Die TGB bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten ausdrücklich und entschuldigen sich bei der betroffenen Bevölkerung. Sie versichern, dass sämtliche verfügbaren personellen und technischen Ressourcen eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden, um die Versorgungssicherheit nachhaltig zu gewährleisten.










