HC Thurgau dreht Derby gegen Basel in der Overtime
Der HC Thurgau bezwingt Basel nach frühem Fehlstart mit 5:4 nach Verlängerung. Truog gleicht spät aus, Ljunggren trifft zum umjubelten Sieg.

Wie der HC Thurgau mitteilt, sind Spiele gegen den EHC Basel grundsätzlich immer eng und umkämpft. Nicht hilfreich ist es dabei, wenn man zu Spielbeginn noch das Mittagsschläfchen am Halten ist, welches um 16 Uhr normalerweise beendet ist.
Zuerst kriegt Mathieu Croce nach 15 Sekunden einen Gegentreffer, der haltbar schien und nach einer Minute verliert Villa die Scheibe an der blauen Linie, dass er den davoneilenden Jakob Stukel nur noch mit einem Foul stoppen kann. Zumindest die Strafe konnte unbeschadet überstanden werden, wonach das Spiel dann auch für das Heimteam beginnen konnte.
In der 8. Minute spielte der HCT Powerplay und nach Anfangsschwierigkeiten war es am Ende Daniel Ljunggren, der die Scheibe durch die gesamte Box auf Simas Ignatavicius überlegte. Der junge Leihspieler von Genf versenkte eiskalt ins hohe Eck zum Ausgleich.
Nach der ganzen Fehlerorgie in den ersten Spielminuten sicher schmeichelhaft für den HCT. Letzter ganz grosser Aufreger im Startdrittel in der 16. Spielminute. Daniel Ljunggren schloss aus kurzer Distanz ab und Fabio Haller parierte mit einer Seitwärtsrolle, die im Bodenturnen eine glatte Zehn erhalten hätte.
Truogs Traumtor und Basler Doppelschlag
Das Glanzstück von Livio Truog folgte in der 23. Spielminute. Nach einem Puckverlust der Basler in der eigenen Zone umkurvte der Thurgauer zuerst die Verteidiger und liess dann auch Goalie Haller mit einem Dribbling keine Chance. Allzu lange blieb es leider nicht bei der schönen Führung.
Zuerst waren es Schiedsrichterentscheidungen, die für den HCT unglücklich waren, danach auch Pech und Unvermögen in der Verteidigung. Ein Open-Ice-Check gegen Ignatavicius wurde zuerst nicht geahndet.
Anschliessend musste Schneller wegen eines hohen Stocks raus und die Basler skorten im Powerplay eine Sekunde, bevor dieses abgelaufen war. Nach 37 Minuten verloren Marchand und Schneller in der Verteidigung die Übersicht und mussten zwei Basler in einem Konter losziehen lassen. Matthias Rossi verwertete zur neuerlichen Basler Führung.
Spektakuläre Wende und Overtime-Triumph**
Trotz viel Bemühungen im Schlussabschnitt und ebenso zahlreichen Chancen wollte der dritte Treffer nicht gelingen. In der 48. Minute war es auf der Gegenseite ein Sonntagsschuss von Cédric Aeschbach, der die Partie entschied.
Dachte man, bis Daniel Ljunggren in der 55. Minute einen Ausflug von Fabio Haller mit dem Anschlusstreffer bestrafte. Fünf Minuten blieben und die Emotionen waren auch drin in der Halle. Die Dezibelzahl in der Halle stieg noch einmal, genau 24 Sekunden später. Nach einem Abwehrfehler der Basler war es Livio Truog, der eiskalt zum 4:4 Ausgleich verwertete.
Es folgten gefühlt knapp fünf Minuten Powerplay, doch der entscheidende Treffer wollte in der regulären Spielzeit nicht mehr gelingen. Es brauchte noch gut zwei Minuten in der Verlängerung, bis Topskorer Daniel Ljunggren mit einem starken Handgelenksschuss zum 5:4-Siegestreffer einschoss.
Auch mit diesen zwei Punkten ist das Heimrecht noch nicht gesichert, aber der HCT steht nun alleine auf Rang 2 der Tabelle und dürfte sich mit ähnlich guten Leistungen bei den restlichen Spielen gegen Arosa, Chur und Bellinzona nicht mehr aus den Top 4 verdrängen lassen.








