Wie die Gemeinde Berg (TG) schreibt, rollt die Hilfe für aus der Ukraine geflohene Personen an. Bereits 40 Flüchtlinge sind im Gemeindegebiet angekommen.
Der Gemeinderat. - Symbolbild

Die Hilfe für aus der Ukraine geflohene Personen mit Schutzstatus «S» läuft langsam an. Stand 21. März 2022 befinden sich ungefähr 40 Schutzsuchende aus der Ukraine im Gemeindegebiet von Berg. Sie wurden bereits privat oder bei kirchlichen Institutionen untergebracht.

Es ist sehr wichtig, dass die angekommenen Personen so rasch wie möglich Deutsch lernen können. Daher ist geplant, dass ab 28. März 2022 die ersten schulpflichtigen Kinder an der VSBB beschult werden. Für Erwachsene wird derzeit ebenfalls eine Möglichkeit organisiert, Deutsch lernen zu können.

Die Hilfe von Bund und Kanton läuft langsam an. Die Schutzsuchenden brauchen aber bereits jetzt Hilfe.

Zahlreiche Schutzsuchende gelangen über private Beziehungen in die Schweiz. Da sich die ankommenden Personen aus der Ukraine erst spätestens nach 90 Tagen Anwesenheit in der Schweiz bei der Gemeinde anmelden müssen, wissen wir jeweils nicht genau, wie viele Personen effektiv hier sind. Derzeit ist es wichtig, dass Bürger privat keine Schutzsuchenden aufnehmen, ohne die Kontaktstelle der Gemeinde vorgängig zu informieren, da diese derzeit daran arbeitet, die Infrastruktur aufzubauen und zu gewährleisten.

Gastgeberfamilien sollten sich zunächst einige Fragen stellen

Sollten Bürger sich mit dem Gedanken befassen, Schutzsuchende aufzunehmen, werden sie gebeten, bereits vorher folgende Punkte zu überdenken.

Sind die vorgesehenen Zimmer abschliessbar, damit sich die teilweise traumatisierten Personen bei Bedarf zurückziehen können? Haben die Personen freien Zugang zu einer Küche, WC und Bad? Sind wir genügend offen gegenüber Personen mit kulturellen Unterschieden, die sich hier über eine noch ungewisse Zeit aufhalten werden? Sind die gansgebenden Personen bereit zu helfen, auch wenn die Dauer und die Entschädigungsfragen noch nicht definitiv geklärt sind?

Wenn Bürger diese Fragen bejahen können, werden sie gebeten, sich schnellstmöglich bei Katharina Hediger (Sekretariat evangelische Kirche Berg) zu melden, auch wenn allenfalls aus eigener Initiative bereits Schutzsuchende aufgenommen wurden.

Bevor Bürger Schutzsuchende aufnehmen oder über andere Hilfsangebote verfügen, wird ebenfalls um eine Meldung unter dieser Kontaktstelle gebeten, damit die Gemeinde sich einen Überblick verschaffen und bei Bedarf Unterstützung anbieten kann.

Mehr zum Thema:

Berg (TG)