Auch das zweite Seederby geht mit 31:25 klar an die SG Wädi/Horgen.
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Wie das Team bekannt gibt, war Trainer Predrag Milicic optimal auf den Gegner eingestellt und lag von der ersten Minute an voran.

Nach diesem Sieg ist die Aufstiegsrunde wieder offen, nur gerade Genf konnte sich mit drei Punkten absetzen, Stäfa ist jetzt gleichauf mit der SG Wädenswil/Horgen und Kreuzlingen einen Punkt zurück. Der Kampf um die beiden Playoff-Plätzte geht am Donnerstag in die nächste Runde.

Christian Rieger, Verwaltungsrat-Präsident der GS Players AG und ehemaliger Spieler in der NLA/NLB beim HC Horgen meinte vor dem Spiel: «Ich bin gespannt wie unsere jungen Spieler mit dem Druck umgehen werden, den Sie heute das erste Mal spüren. Bis jetzt lief alles unbeschwert und überraschend, jetzt stehen wir aber, wie unser Gegner heute, an der Schwelle zur NLA und wollen wir das erreichen müssen wir gewinnen und das gleich noch im Derby das wie ein Cupspiel ganz spezielle Regeln hat.»

Auch Trainer Milicic bewertete die Chancen für einen Derbysieg mit 50 zu 50: «Ich bin schon stolz, dass wir überhaupt so weit gekommen sind, früher zu meinen Zeiten in Stäfa waren die Linksufrigen immer der Underdog, sprich der Aussenseiter. Heute sind wir ein Gegner auf Augenhöhe.»

Gäste legen los wie die Feuerwehr

50 Zuschauer waren zum Spiel zugelassen, darunter fünf Superfans der SG. Die machten gleich zu Beginn von sich hören, noch besser Sie machten Stimmung für 100.

Die Gastgeber kamen von Beginn weg unter Druck, angeführt von Spielmacher «Gümmi», Simon Gantner und Tim Wünsch, der sein erstes Spiel in der NLB bestreiten durfte und das gleich im linken Rückraum, rollte Welle um Welle auf das Heimteam zu. Bereits in der siebten Minute sah sich Stäfas Coach Seitle gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Seine Jungs lagen mit 6:2 im Rückstand.

Der kurze Spielunterbruch konnte die Linksufrigen aber nicht aus dem Konzept bringen. Sie waren fast schon übermotiviert und bereit Ihre Chance zu packen. Dazu braucht es fast immer eine gute Teamleistung, aber auch Spieler die über sich hinaus wachsen. Und da gab es heute gleich einige was bei den letzten beiden Aufstiegsspielen leider fehlte.

Zum einen stand da Kasalo im Kasten, er liess die Stäfner mal für Mal verzweifeln und seine drei Paraden zu Beginn der zweiten Hälfte, gegen alleine auf sein Tor anstürmende Gelbschwarze waren Superklasse. Dazu Mister zuverlässig Adi Karlen, der aus sechs Versuchen von Rechtsaussen sechs Tore erzielte oder Tim Wünsch, der 22-Jährige der bei seinem ersten Einsatz im «Eis» hinten wie vorne glänzte und ebenfalls vier Tore erzielte.

Sandro Gantner als bester Werfer kam auf sieben Treffer und auch Pospisil mit sechs markierte seine aufsteigende Formkurve zu Saisonende.

Auch der Start in die zweite Hälfte passt.

Kurz vor dem Seitenwechsel stand bei Stäfa mit dem Jungstar Kusnandar bereits der dritte Torhüter im Kasten und Stäfa verkürzte von -7 auf -5 zur Pause. Schuld war allerdings nicht der Hüter, sondern eher die Zeitstrafe von Dani Gantner.

Zum ersten 7-Meter der Gastgeber trat nach der Pause Noam Leopold an und er scheiterte am eigens eingewechselten Steiner der auch beim zweiten 7 Meter gegen den gleichen Schützen in der 52. Minute erfolgreich blieb.

Erfahrung setzte sich durch.

Adrian Karlen wurde gefragt, wie er sich diese Steigerung nach den zwei knapp verlorenen Begegnungen vor einer Woche gegen Genf und Kreuzlingen erkläre?

«Unsere Einstellung im Team stimmt eigentlich immer doch heute beim Derby und mit dem Fokus die beste Saison der SG zu schaffen klappte heute alles. Wir hatten keinen Durchhänger und Tim Wünsch konnte den fehlenden Tim Rellstab gut kompensieren. Jetzt feiern wir erst einmal und ab Montag gilt unser Focus dann wieder dem nächsten Spiel gegen Gossau."

Überglücklich auch Coach Milicic: «Wir hatten eine 50/50 Chance und haben Sie gepackt. Es brauchte herausragende Leistungen und einen Teamspirit, wir sind vom Aussenseiter in Stäfa zum Angstgegner der Rechtsufrigen herangewachsen.»

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