Wie die Gemeinde St. Niklaus berichtet, hat das Dorf Wasserknappheit. Die Gemeinde will einen Totalausfall durch besondere Massnahmen verhindern.
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80 Prozent des Trinkwassers in der Schweiz werden aus Grundwasser gewonnen. (Symbolbild) - Keystone

Seit einiger hat St. Niklaus Wasserknappheit bei der Trinkwasserversorgung im Dorf durch die massive Absenkung des Wasserspiegels bei der Quelle Schmitta.

In diesem Jahr liegen die Gewässerstände im Allgemeinen und besonders im Vispertal sehr tief. Mit einem Anstieg kann gemäss den vergangenen Jahren erst Anfang Mai 2022 gerechnet werden. Wenn der Anstieg aber begonnen hat, ist er im Allgemeinen sehr stark, könnte jedoch dieses Jahr wegen der relativ geringen Schneemengen im Vispertal weniger stark ausfallen.

Die tiefen Grundwasserstände hängen in erster Linie mit den geringen Niederschlagsmengen im Jahr 2021 und Winter 2021/2022 und den tiefen Temperaturen zusammen.

Einen Totalausfall verhindern

Damit die Trinkwasserversorgung die nächsten Wochen garantiert werden kann, ist es dringend notwendig, nur mehr Wasser zu beziehen, wenn es unbedingt notwendig ist. Der Wasserverbrauch muss stark eingeschränkt und auf das Notwendigste reduziert werden (keine Berieselung von Umgebungen und Gärten). Der Wasserverbrauch ist nur mehr über die Wasserhähne im Gebäudeinnern zu beschränken.

Mit diesen Massnahmen geht die Gemeinde davon aus, dass sie einen Totalausfall bei der Trinkwasserversorgung verhindern kann. St. Niklaus appelliert an die Vernunft der Bevölkerung, sich an die Anweisungen der Gemeinde strikte zu halten. Der Gemeinde ist auch klar, dass in St. Niklaus nur eine konsequente Haltung der Bevölkerung beim Wasserverbrauch über die nächsten Wochen eine sichere Trinkwasserversorgung garantieren kann.

Die Gemeinde wird die Bevölkerung fortlaufend über den aktuellen Stand orientieren. Die Gemeindeverantwortlichen mit den Spezialisten sind mit der täglichen Kontrolle der Situation beschäftigt.

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