In Uster findet ein Sensibilisierungsversuch unter dem Titel «Stadtrat 2030» mit einer fotografischen Simulation am Dienstag, 31. August 2021, statt.
Menschen (Symbolbild)
Menschen (Symbolbild) - Keystone

Wie würde die Zusammensetzung des Stadtrats Uster im Jahre 2030 aussehen, wenn er die Vielfalt der Ustermer Bevölkerung abbilden und auch Menschen mit Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund repräsentieren würde? Im Rahmen eines Sensibilisierungsversuchs macht sich die städtische Inklusionsstelle unter dem Titel «Stadtrat 2030» mit einer fotografischen Simulation am Dienstag, 31. August 2021, in Uster auf die Suche nach Antworten.

Stadtrat Uster bekennt sich zu einer «Stadt für alle»

In seiner «Strategie Uster 2030» bekennt sich der Stadtrat Uster zu einer «Stadt für alle», einer Stadt, in der jede und jeder dazugehören soll. «Die Grundlage der Inklusion ist die Sensibilisierung einer breiten Bevölkerung», sagt die städtische Inklusionskoordinatorin Elisabeth Hildebrand.

Die Stadt Uster lanciert aus diesem Grund regelmässig unterschiedliche Sensibilisierungsformate. In den letzten zwei Jahren waren dies: eine Fragenstellerei, die im Stadtraum Fragen aufwarf; eine mobile Zuhörerei, die unterschiedlichste Lebensrealitäten einfing; eine Denkwerkstatt, die quer durch die Ustermer Gesellschaft Bedürfnisse erhob; ein inklusiver Stadtplan, der Chancen und Möglichkeiten in der Stadt ebenso abbildet wie Barrieren und Hindernisse; oder ein Slam, der das Motiv «Stadt für alle» künstlerisch umspielt.

Adhoc-Kandidaturen für eine repräsentative Abbildung der Bevölkerung

Am Dienstag, 31. August 2021, wird die Versuchsreihe fortgesetzt. Unter der Leitung von Mark Riklin, Mitglied des Sensibilisierungs-Teams, finden zwei neue Sensibilisierungsversuche statt. Von 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr gibt es am Busbahnhof eine öffentliche Leseprobe.

Es handelt sich um eine Realsatire mit Happy End aus dem Stück «Vom Versuch, im Stadthaus Treppenstufen zu markieren».

Der zweite Sensibilisierungsversuch ist vor dem Bahnhofsgebäude angesiedelt. Er findet von 14.15 Uhr bis 14.45 Uhr in Form einer fotografischen Simulation statt. Dabei werden AdhocKandidaturen von Passanten, Einwohnern für einen fiktiven Stadtratssitz im Jahr 2030 angenommen.

Ziel ist, dass die auf diese Weise zusammengesetzte Exekutive die Vielfalt der Ustermer Bevölkerung repräsentativ abbildet, so auch Menschen mit Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund.