Das Bürgerpanel für mehr Klimaschutz in Uster tagt am 28. und 29. August, sowie am 11. und 12. September 2021.
Uster
Gemeinderatspräsidentin Anita Borer bei der Auslosung der Teilnehmenden am Bürgerpanel am 23. Juni 2021. - Mirjam Müller.

Die Stadt Uster hält Ende August und Mitte September ein Bürgerpanel für mehr Klimaschutz ab. 20 zufällig ausgeloste Einwohnerinnen und Einwohner befassen sich damit, wie in Uster das Klima geschützt, bewusst konsumiert und Abfall vermieden werden kann.

Universität Zürich begleitet Panel

In der Deutschschweiz ist das Ustermer Bürgerpanel als dialogorientierte Form der politischen Mitwirkung eine Premiere. Das Zentrum für Demokratie der Universität Zürich begleitet das Projekt, die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unterstützt es finanziell. Der gesamte Prozess gliedert sich in vier Etappen: Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung ins Thema, können Expertinnen und Experten befragen, treten in einen gemeinsamen Dialog und entwickeln Ideen.

Teilnehmende verfassen Endbericht

Am ersten Tag werden neben Stadträtin Karin Fehr auch der Gewerbeverband Uster und der Klimastreik Züri Oberland angehört. Gegen Ende der vier Tage verfassen die Teilnehmenden eine Empfehlung oder einen Bericht, der dem Stadtrat und der Bevölkerung von Uster übergeben wird. Dem Bürgerpanel steht es ausserdem frei, seine Empfehlungen auch über andere Kanäle politisch einzubringen, etwa als Einzelinitiative, Petition oder Volksinitiative.

Medien und Interessierte können auch dabei sein

Für Medienschaffende und die interessierte Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, einem Teil des Bürgerpanels beizuwohnen. Wer sich interessiert, kann sich direkt bei Andri Heimann vom Zentrum für Demokratie melden, damit er die Anzahl Besuchende koordinieren kann. Der Zutritt ist nur mit Covid-Zertifikat möglich.

Vernissage der begleitenden Kunstausstellung

Die Durchführung des Bürgerpanels wird von einer Installation des jungen Zürcher Künstlers Jan Hofer begleitet. Seine Arbeit «The New New Material» besteht aus schallabsorbierenden Keramiken, die die Raumakustik für das gesprochene Wort optimieren.

Es sind Wandobjekte zum Brechen von Echo – sowohl im akustischen als auch im metaphorischen Sinne. Im Rahmen dieser Ausstellung findet am Freitag, 27. August 2021, von 18 bis 20 Uhr eine öffentliche Vernissage im Kirchgemeindehaus Kreuz statt.

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Universität Zürich Volksinitiative Klimastreik