Wacker Thun strebt nächsten Sieg in Stäfa an
Als Favorit reist Wacker Thun am 28. Februar 2026 zum Schlusslicht Stäfa, rechnet jedoch mit einem kampfstarken Gegner und einer schwierigen Auswärtsaufgabe.

Wie Wacker Thun mitteilt, trifft das Team am kommenden Samstag, 28. Februar 2026, auswärts auf das Tabellenschlusslicht Handball Stäfa. Die Ausgangslage ist klar: Das Team aus dem Berner Oberland ist Favorit und will die Siegesserie weiter ausbauen. Dieses Unterfangen ist jedoch schwieriger, als es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt.
Can they do it on a cold, rainy night in Stoke? Die Redewendung aus dem englischen Fussball ist angelehnt an die im eigenen Stadion unangenehm zu bespielende Mannschaft von Stoke City und lässt sich passend auf das Auswärtsspiel in Stäfa wie folgt interpretieren:
Spiele wie diejenigen in jüngster Vergangenheit gegen Schaffhausen oder Bern sind auf mentaler Ebene einfach: Eine volle Halle im Rücken, Motivation bis in die Fingerspitzen und Gegner, gegen die man gewinnen darf, aber nicht zwingend muss. Dass die Mannschaft von Cheftrainer Badertscher in diesem Setting liefern kann, hat sie bewiesen.
In Stäfa wartet in jener Hinsicht eine weitaus schwierigere Prüfung. Gegen einen individuell weniger hochkarätig besetzten, jedoch kampfstarken Gegner in dessen Spielstätte zu bestehen, ist die Aufgabe, die Wacker am Samstag, 28. Februar 2026, auf dem Frohberg bewältigen und damit beweisen muss, dass das Team eben auch unter ungemütlichen Umständen bestehen kann.
Wacker vor heikler Aufgabe gegen Stäfa
Dass man gegen den Tabellenletzten ordentlich in Schieflage geraten kann, hat Wacker Thun in dieser Saison bereits einmal erlebt. Eine zögerliche Defensive, kaum Torhüterleistung sowie inkonsequente Abschlussversuche leiteten im September 2025 die Bruchlandung am Zürichsee ein.
Den ersten und bislang einzigen Sieg der Stäfner in der Saison 2025/26 jedoch nur auf die Thuner Unzulänglichkeiten zurückzuführen, wäre zu kurz gegriffen. Denn Handball Stäfa besitzt – darüber darf weder die triste Tabellenlage noch die magere Punkteausbeute hinwegtäuschen – über Qualitäten, vor allem im schnellen Umschaltspiel und in der Offensive.
Topscorer Mathias Adler ist Dreh- und Angelpunkt im Angriff und nicht nur im Abschluss, sondern auch im Zusammenspiel mit dem erfahrenen Kreisläufer Ladan gefährlich. Im rechten Rückraum verfügt Cheftrainer Lukas Maag zudem mit Han Völker über einen vielseitigen und physisch starken Akteur.
Auf die Thuner Defensive wartet also alles andere als ein geruhsamer Abend. Verwundbar sind die Zürcher vorab in der eigenen Platzhälfte. Sie kassieren mit grossem Abstand die meisten Gegentore der QHL. So liess der BSV Bern das Netz des Aufsteigers kürzlich gleich 48-mal zappeln.
Formstark und fokussiert
Die Truppe um Captain Schwab weiss also, was auf sie zukommt. Fokussieren wird man sich auf die eigenen Stärken. In den letzten Spielen fand man im Angriff stets Lösungen, die Verteidigung war stabil.
Sechs Siege in Serie sind Zeugnis der weiterhin positiven Entwicklung der Mannschaft und lassen die Thuner mit einer angemessenen Portion Selbstvertrauen die lange Reise an den Zürichsee unter die Räder nehmen.
Unterschätzen wird man Stäfa aber auf keinen Fall. Die Berner Oberländer sind gewillt, den vierten Tabellenplatz mit weiteren zwei Punkten zu festigen und zu beweisen, dass sie eben auch in einer «kalten, regnerischen Nacht in Stäfa» liefern können.









