Thun: Neue Karte zeigt, womit künftig geheizt werden soll
Die Stadt Thun stellt online eine Wärmeversorgungs- und Sanierungskarte bereit. Sie zeigt für jedes Gebäude, welche erneuerbaren Energieträger passen.

Die Stadt Thun stellt der Öffentlichkeit mit der Wärmeversorgungs- und Sanierungskarte ein zentrales Planungsinstrument zur Verfügung. Die Karten bilden eine wichtige Grundlage für die Förderung von energetischen Gebäudesanierungen.
Mit der Klimastrategie verfolgt die Stadt Thun das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Besonders im Gebäudebereich besteht grosser Handlungsbedarf, da dieser einen erheblichen Anteil an den Emissionen ausmacht. «Die Wärmeversorgungs- und Sanierungskarte unterstützen Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Fachleute dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und tragen dazu bei, die energetische Sanierungsrate in Thun gezielt zu erhöhen», sagt Gemeinderätin Andrea de Meuron, Direktionsvorsteherin Finanzen, Ressourcen und Umwelt.
So heizt Thun morgen
Die Wärmeversorgungskarte zeigt für jedes Gebäude in der Stadt Thun auf, welche erneuerbaren Energieträger sich für die zukünftige Wärmeversorgung eignen und prioritär eingesetzt werden sollten. Sie basiert auf den strategischen Vorgaben des überkommunalen Richtplans Energie und stellt die empfohlenen Lösungen für jedes einzelne Gebäude dar. Dabei berücksichtigt sie unter anderem bestehende und geplante Wärmeverbünde, lokale Potenziale wie Abwärme oder Umweltwärme sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
Die Karte ist als interaktives Online-Tool konzipiert und richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Fachpersonen. Sie dient als informative Orientierungshilfe beim Heizungsersatz, ersetzt jedoch keine individuelle Energieberatung.
Hotspots für energetische Erneuerung
Die Sanierungskarte ergänzt die Wärmeversorgungskarte, indem sie den Fokus auf Gebäude mit hohem Erneuerungsbedarf legt und aufzeigt, wo in Thun besonders grosse energetische Sanierungspotenziale bestehen. Grundlage bildet eine datengestützte Analyse, die verschiedene Faktoren wie Baujahr, Energieverbrauch, Heizsystem oder Sanierungsstand berücksichtigt. Zusätzlich identifiziert die Karte sogenannte Cluster von Gebäuden mit ähnlichen Voraussetzungen.
Diese ermöglichen es, Sanierungen und Heizungsersatz koordiniert und effizient umzusetzen – zum Beispiel im Rahmen von quartiersbezogenen Lösungen.
Umsetzung einer Massnahme aus dem Richtplan Energie
Die Erarbeitung der Wärmeversorgungs- und Sanierungskarte steht in engem Zusammenhang mit der Revision des überkommunalen Richtplans Energie, welcher am 1. November 2026 in Kraft getreten ist. Dieser bildet die strategische Grundlage für die räumliche Entwicklung der Wärmeversorgung in Thun und Umgebung.






