Klimabilanz zeigt Fortschritte bei Wärme und Strom

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Thun,

Die Stadt Thun liegt laut Klimabilanz nahe am Zielpfad zu Netto-Null 2050. Wärme und Strom entwickeln sich gut. Beim Verkehr braucht es mehr Massnahmen.

Stadt Thun
Blick auf die Stadt Thun und das Schloss Thun. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Stadt Thun mitteilt, macht sie Fortschritte auf dem Weg zu ihrem Ziel Netto-Null 2050. Die aktuelle Bilanz zeigt deutlich weniger Emissionen in den Bereichen Wärme und Strom. Im Verkehrssektor braucht es zusätzliche Anstrengungen, um das Ziel zu erreichen.

Die direkten Treibhausgasemissionen sind zwischen 2022 und 2024 um zwölf Prozent auf 2,61 Tonnen CO2 pro Kopf gesunken. Dies besonders erfolgreich im Wärmesektor: Die Emissionen gingen um 18 Prozent zurück, während der Anteil erneuerbarer Energien von 37 auf 47 Prozent gestiegen ist.

Auch beim Strom zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung. Der auf Thuner Stadtgebiet verteilte Strom ist heute zu über 90 Prozent erneuerbar. Dadurch konnten auch die indirekten Emissionen deutlich gesenkt werden. «Die Stadt Thun liegt damit insgesamt nahe am Zielpfad zu Netto-Null 2050 und hat die Zwischenziele in den Bereichen Wärme und Strom erreicht», sagt Gemeinderätin Andrea de Meuron, Vorsteherin der Direktion Finanzen Ressourcen Umwelt.

In diesem Bereich übernimmt die Stadt eine Vorbildrolle: Im Wärmesektor hat sie das für 2030 gesetzte Zwischenziel zu Netto-Null 2035 dank vollständigem Einsatz von Biogas bereits erreicht. Auch der bezogene Strom stammt aus erneuerbarer Energie.

Handlungsbedarf beim Verkehr

Weniger dynamisch entwickelt sich der Verkehrssektor. Zwar sind die Emissionen seit 2022 um fünf Prozent gesunken, sie liegen jedoch über dem angestrebten Zwischenziel. Die Zahl der Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb hat in Thun seit dem Jahr 2022 um 65 Prozent zugenommen, der Anteil reiner Elektrofahrzeuge beträgt jedoch erst 3,3 Prozent des Gesamtbestands.

«Die Bilanz macht deutlich, dass wir bei der Mobilität Innovationen und Anreize brauchen, um unsere Ziele zu erreichen», sagt Gemeinderätin Andrea de Meuron. Zwar schreitet die Elektrifizierung der städtischen Fahrzeugflotte voran, aber es besteht auch in der Verwaltung noch Handlungsbedarf.

Nächste Etappe

Die Stadt Thun richtet den Blick bereits auf die nächste Etappe der Klimapolitik. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Monitoring wird derzeit der Aktionsplan für die Jahre 2027 bis 2030 vorbereitet.

Dieser soll die wirksamsten Massnahmen gezielt weiterentwickeln und neue Impulse insbesondere in den Bereichen mit erhöhtem Handlungsbedarf wie Mobilität, Kreislaufwirtschaft und Gebäudesanierung setzen. Im Herbst 2026 wird die Bevölkerung aktiv in die Erarbeitung einbezogen.

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