Anders als die Städte Bern und Biel schliesst die Stadt Thun die Rechnung des Corona-Jahrs 2020 mit einem Ertragsüberschuss ab. Er beträgt 3,9 Millionen Franken. Budgetiert war ein ausgeglichenes Ergebnis.
Thun
Die Stadt Thun. - Pixabay

Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, geht die Verbesserung auf leicht über dem Budget liegenden Steuererträgen zurück. Auch fiel der Personalaufwand um 2,3 Mio. Franken tiefer aus als vorgesehen. Der Sach- und Betriebsaufwand war ebenfalls weniger hoch als angenommen. Zudem halfen die tiefen Zinsen.

Der Thuner Gemeinderat will den Überschuss für zusätzliche Einlagen in die Spezialfinanzierung für den baulichen Unterhalt verwenden. Im Juni entscheidet das Stadtparlament, dem die Rechnung noch vorgelegt wird.

Die Stadt Thun habe die beeinflussbaren Ausgaben im Griff: So wird Thuns Finanzvorsteherin Andrea de Meuron in der Mitteilung der Stadt zitiert. Auch die Bilanz sei solide: Einem Finanzvermögen von 296,2 Mio. Franken stehe ein Fremdkapital von 222,5 Mio. Franken gegenüber.

Thun rechnet aber in den kommenden Jahren mit Fehlbeträgen. Allein das Budget 2021 sieht wegen der Coronapandemie ein Defizit von 15,7 Mio. Franken vor. Der Gemeinderat hat deshalb ein Stellenmoratorium beschlossen. Kürzlich gab er auch bekannt, er verzichte aus Spargründen auf den Bau einer Dreifachsporthalle mit Wettkampfinfrastruktur in Thun-Süd.

Angesichts des guten Rechnungsergebnisses will die Stadtregierung nun aber keine weiteren Massnahmen ergreifen - jedenfalls wenn sich der Trend nicht noch verschlechtern sollte.

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