Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochnachmittag in Thalwil ZH zwei mutmassliche Telefonbetrüger bei der Abholung der erhofften Beute verhaftet.
Kantonspolizei Zürich. - Kantonspolizei Zürich
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Am frühen Mittwochnachmittag meldete sich eine 67-jährige Frau bei der Kantonspolizei Zürich und gab an, dass sie derzeit mit einem Telefonbetrüger in Kontakt stehe. Dieser gebe sich als Polizist aus und verlange mit einer sogenannten Schockmeldung mehrere zehntausend Franken Bargeld.

Sie sei angewiesen worden, das Geld an einen Übergabeort in Thalwil zu bringen. Während der Überwachung des bezeichneten Gebietes fiel Fahndern der Kantonspolizei Zürich ein mit zwei Personen besetztes Fahrzeug mit deutschen Kontrollschildern auf.

Ein Täter wurde auf der Flucht von der Polizei verhaftet

Bei der Übergabe des Couverts durch das Opfer am späteren Nachmittag konnten die Fahnder einen 26-jährigen Serben verhaften. Der Mittäter, ein 30-jähriger Mann aus Serbien, ergriff mit dem Personenwagen die Flucht, konnte aber nach kurzer Nachfahrt in Thalwil durch Kantonspolizisten sowie die Kommunalpolizei angehalten und verhaftet werden.

Die ersten Ermittlungen zeigten, dass der 30-Jährige bereits wegen eines Einbruchdiebstahls gesucht wurde. Die zwei festgenommenen mutmasslichen Telefonbetrüger werden der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Die Betrüger setzen ihre Opfer unter Druck

Prävention: Telefonbetrüger verwenden unterschiedliche Legenden. Sie rufen beispielsweise als Polizisten, Staatsanwälte, Bankmitarbeiter, Enkel oder Computer-Supporter an und setzen ihre meist älteren Opfer unter extremen Druck.

Um diesem Druck zu entkommen, muss das Telefongespräch umgehend beendet werden. Die Kantonspolizei empfiehlt: Fremden Personen keine Wertsachen übergeben; Suspekte Telefonanrufe der echten Polizei über die Notrufnummer 117 melden; Mit älteren Angehörigen über das Phänomen Telefonbetrug sprechen.

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