Thalwil hat für die weitere Planung des Seeufers Bürger eine Projektkommission eingesetzt und Massnahmen für die Aufwertung des Seebads Bürger II beschlossen.
Aussicht über Thalwil und den Zürichsee bis nach Erlenbach.
Aussicht über Thalwil und den Zürichsee bis nach Erlenbach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Der Gemeinderat hat für die weitere Planung im Bereich Seeufer Bürger eine Projektkommission eingesetzt und Massnahmen für die Aufwertung des Seebads Bürger II beschlossen.

In der nächsten Saison sind mehr Kapazitäten im Bürger II nötig, da das Bürger I aufgrund der Baustelle des Hochwasser-Entlastungsstollens und der ARA Zimmerberg als Bauinstallationsfläche genutzt werden muss.

Die Gemeindeversammlung hat im Juni 2021 den Gestaltungsplan Seeufer Bürger sowie den Projektierungskredit für eine Erweiterung des Bootshafens Farbsteig abgelehnt. Damit steht die Seeuferplanung zurück auf Feld 1.

Eine Projektkommission für die vertiefte Planung

Der Gemeinderat hat in einer Auslegeordnung die nächsten Schritte festgelegt und eine Projektkommission für die vertiefte Planung eingesetzt.

Für den Gemeinderat ist klar: Langfristig soll am Seeufer möglichst viel öffentliche Fläche und Seezugang für die Bevölkerung zur Verfügung stehen. In einem ersten Schritt muss die Situation ab Sommer 2022 bestmöglich koordiniert werden, um den Badebetrieb und die Nutzung der Bootshabe Bürger trotz beginnender Bauarbeiten zu gewährleisten.

Aufrüsten im Seebad Bürger II

Konkrete Massnahmen trifft der Gemeinderat zunächst für die Aufwertung des Seebads Bürger II. Dieses wird in den nächsten Jahren das einzige Seebad der Gemeinde sein, weil das Bürger I der Baustelle für den Hochwasser-Entlastungsstollen und der ARA Zimmerberg weichen muss.

Um die Kapazitäten im Seebad Bürger II zu erhöhen, sind verschiedene Massnahmen vorgesehen, die grösstenteils bis zum Saisonstart im Mai 2022 umgesetzt werden sollen.

Massnahmen ab Saison 2023

Für zwei grössere Massnahmen sind vertiefte Abklärungen in Bezug auf die Montage und den genauen Standort nötig, weshalb sie erst ab 2023 geplant sind.

Zudem sollen zunächst Erfahrungen mit reduziertem Badebetrieb gesammelt werden, um perfekt zugeschnittene Massnahmen umzusetzen.

Projektkommission klärt Möglichkeiten für Bootshabe Bürger und Seebad Bürger I

Für die Koordination aller Projekte im Bereich Bürger sowie die weiteren Planungen, insbesondere für die Entwicklung von Optionen im Bereich der Bootshabe Bürger und das Seebad Bürger I, hat der Gemeinderat eine Projektkommission gebildet.

In der Projektkommission sollen auch kritische Stimmen aus der Bevölkerung eingebunden werden. Der Gemeinderat lädt deshalb zwei Vertreter der IG Pro Badi Bürger I ein, direkt am weiteren Planungsprozess teilzunehmen.

Zudem sind alle involvierten Fachbereiche der Verwaltung in der Projektgruppe vertreten. Auch der Einbezug der Bevölkerung ist dem Gemeinderat wichtig und soll während der Planungen berücksichtigt werden.

Zustand der Bootshabe Bürger wird analysiert

Die Bootshabe Bürger ist noch bis Dezember 2023 konzessioniert. Sie ist sanierungsbedürftig und für ihren Erhalt sind Investitionen nötig. Eine vertiefte Zustandsanalyse im Bereich Wasserbau soll den Umfang der nötigen Arbeiten klären – und zwar vor Baubeginn am Entlastungsstollen, um auch allfällige Schäden feststellen zu können.

Mit dem Ergebnis der Zustandsanalyse werden ab April 2022 die Optionen für den Bereich der Bootshabe Bürger ausgearbeitet. Ein wichtiger Punkt ist für den Gemeinderat, dass am Seeufer möglichst viel Fläche für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Seebad Bürger I wird ab 2022 zur Bauinstallationsfläche

Das Seebad Bürger I wird im Zuge der Vorbereitungsarbeiten für den Entlastungsstollen rückgebaut. Ein Teil der Fläche wird als Bauinstallationsfläche benötigt und steht der Bevölkerung mindestens bis 2025 nicht zur Verfügung.

Der südliche Teil wird im Zusammenhang mit dem Neubau der ARA Zimmerberg benötigt. Was kann und soll danach im Perimeter des Seebads Bürger I entstehen? Diese Frage hängt auch vom weiteren Vorhaben im Bereich der Bootshabe Bürger ab und kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkreter beantwortet werden.

Grundsätzlich vertritt der Gemeinderat weiterhin die Haltung, dass zwei separate Seebäder in unmittelbarer Nachbarschaft nicht sinnvoll sind, um der Bevölkerung einen attraktiven Badebetrieb mit ausreichend Fläche und effizienter Bewirtschaftung bieten zu können.

Die Projektkommission hat den Auftrag Optionen ausarbeiten, welche weiterverfolgt werden können. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu klären, ob der Auslauf des Entlastungsstollens als Fundament für einen öffentlichen Steg genutzt werden soll und wie dieser in eine allfällige Wiederherstellung des Seebads Bürger I integriert werden könnte.

Planungs- und Investitionskosten

Die Kosten für die Massnahmen im Seebad Bürger II sowie die Analyse bei der Bootshabe belaufen sich auf 310'000 Franken für die baulichen Massnahmen und 75'000 Franken für die Möblierung. die Kosten sind in der Investitionsrechnung 2022 enthalten und werden über die Abbruchentschädigung des Kantons, 1'100'000 Franken, finanziert.

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