Wie die Gemeinde Thalwil berichtet, mussten im November 2022 aufgrund der Eschenwelke beim Portal Geissau der Sihltalbahn über 80 Bäume gefällt werden.
Bahngleis beim Bahnhof Thalwil.
Bahngleis beim Bahnhof Thalwil. - Nau.ch / Miriam Danielsson
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Beim Portal Geissau der Sihltalbahn in Gattikon befanden sich Bäume, die von der Eschenwelke befallen sind.

Die Eschenwelke ist in der Schweiz bereits seit vielen Jahren verbreitet und führt regelmässig zum sogenannten Eschentriebsterben.

Dabei sterben die Triebe und Zweige betroffener Eschen ab und der Baum wird zunehmend geschwächt.

Das in Gattikon betroffene bewaldete Landstück liegt beim Ausgang des Gattikertunnels der Sihltalbahn.

Baumfällung aus Sicherheitsgründen

Herabfallende Zweige drohten somit zum Risiko für die Infrastruktur der Bahn, Bewohnende des Campingplatzes Geissau sowie Spazierende zu werden, weshalb die Baumfällungen unumgänglich wurden.

Während eines dreitägigen Einsatzes vom 28. bis 30. November 2022 hat das Forstrevier Thalwil-Oberrieden Langnau am Albis gemeinsam mit Förstern und Forstwarten aus umliegenden Gemeinden über 80 Bäume gefällt.

Neben den befallenen Eschen mussten auch einige andere Bäume mit Totholz oder abgebrochenen Baumkronen geschlagen werden.

Spektakulärer Helikoptereinsatz

Einige der betroffenen Bäume waren für Kran und Lastwagen nur schwer zugänglich.

Damit bereits vorhandene Jungbäume sowie die Infrastruktur der Sihltalbahn durch den Forsteinsatz nicht beschädigt wurden, war am Mittwoch, 30. November, ein Helikopter im Einsatz.

Speziell ausgebildete Forstwarte kletterten auf die zu entnehmenden Bäume und zersägten diese in Stücke, welche von einem Helikopter stehend direkt aus der Luft abtransportiert wurden.

Insgesamt haben so die Spezialisten 36 Bäume an einem einzelnen Tag sicher entfernt und abtransportiert.

Hackschnitzel für umliegende Wärmeverbünde

Das Holz haben sie sogleich in einen Häcksler gegeben, der dieses zu Hackschnitzel für umliegende Wärmeverbünde verarbeitete.

Finanziert wurde der Helikoptereinsatz von der Bahn SZU AG, welcher die Sihltalbahn gehört.

Die Schutzwaldbewirtschaftung, die beiden Tage zuvor, wird zum grossen Teil durch den Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Natur finanziert.

Diese Spezial- und Sicherheitsholzerei erfolgte unter der Aufsicht von Marco Schmuki, Förster des Forstreviers Thalwil-Oberrieden-Langnau am Albis und Betriebsleiter der Forstbetrieb Landforst GmbH.

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