Der rechtsufrige Sihluferweg zwischen Rinderweidbach und SZU-Brücke bleibt weiterhin gesperrt. Die Benutzung des Wegs erfolgt auf eigene Gefahr.
Ein Hangrutsch. - Keystone

Nach Hangrutschen ist der rechtsufrige Sihluferweg im Abschnitt zwischen Gattikon (Thalwil) und dem Rinderweidbach (Rüschlikon) seit April 2021 aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Nun hat die kantonale Baudirektion entschieden, auf die aufwändige Instandsetzung des Wegs zu verzichten, weil in rund vier Jahren ein Teil des Wegs im Rahmen der ökologischen Ersatzmassnahmen für den Hochwasserentlastungsstollen Thalwil aufgehoben wird.

Umfassende Untersuchungen des Hangs haben ergeben, dass bei länger andauernden Niederschlägen aufgrund der geologischen Gegebenheiten immer wieder Hangmuren und Steinschläge zu erwarten sind. Hangsicherungsmassnahmen und die Instandsetzung des Wegs hätten rund 600'000 Franken gekostet – ein zu hoher Betrag für einen Weg, der in vier Jahren aufgehoben wird.

Deshalb bleibt der rechtsufrige Sihluferweg zwischen Rinderweidbach und SZU-Brücke weiterhin gesperrt. Die Benutzung des Wegs erfolgt auf eigene Gefahr und die Baudirektion lehnt jede Haftung ab.

Neue Brücke beim Spinnerei-Areal

Die ökologischen Ersatzmassnahmen an der Sihl sind eine Kompensation für die Eingriffe beim Stolleneinlauf an der Sihl. Sie umfassen unter anderem den 1.5 Kilometer langen Abschnitt der Sihl zwischen dem Bahnhof Langnau-Gattikon und der Wehrschwelle Gartendörfli.

Dazu gehört die Aufhebung des Wanderwegs am rechten Flussufer auf der rund 550 m langen Teilstrecke zwischen dem Rinderweidbach und der Sihlweid sowie den Rückbau der damit verbundenen Ufersicherungen. Dies ermöglicht neuen Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten.

Für Fussgänger und Wandernde entsteht dafür am linken Sihlufer ein neuer Wanderweg, der auch eine neue Fussgängerbrücke bei der Spinnerei Langnau umfasst.

Der gesperrte Wegabschnitt zwischen der SZU-Brücke und der neuen Fussgängerbrücke wird auf die Eröffnung der neuen Brücke hin geräumt, gesichert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.                    

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